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Tagung: Populäre Musik und Identitätspolitiken, Zürich, 18.-20.2.2016 Conf: Popular Music and Identity Politics, Zurich, Feb. 18-20, 2016

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Einladung

Populäre Musik und Identitätspolitiken: Radio machen, überliefern und rezipieren
Popular Music and identity politics: making, archiving, transmitting, and receiving radio
 

Organisation: Forschungsgruppe Broadcasting Swissness (Universität Zürich, Universität Basel, Hochschule Luzern)
in Kooperation mit dem Studienkreis Rundfunk und Geschichte

Das Tagungsprogramm mit Abstracts geht demnächst online unter:
www.broadcasting-swissness.ch // www.rundfunkundgeschichte.de

Zeit: 18.–20. Februar 2016, Universität Zürich
Ort: Universität Zürich, Rämistr. 71, 8006 Zürich

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich.

Um Anmeldung wird gebeten:
Bitte per Mail bis Mi, 8.2.2016, an: Thomas Järmann (thomas.jaermann[at]uzh.ch)

Die Tagung wird gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds.

Programm (aktuellste Version, Stand 11.2.2016, bitte Änderungen beachten!)
 

Donnerstag, 18. Februar 2016 – Hörsaal F 117

ab 12 Uhr Registrierung – Tagungsbüro vor dem Hörsaal

13.30 Uhr – Begrüssung und Einleitung
Thomas Hengartner (Universität Zürich/Collegium Helveticum), Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)

14.00–15.30 Uhr – Radio-Praktiken I: Klänge und Identitätspolitiken
Moderation: Alec Badenoch (Utrecht University)

Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut, Universität Hamburg)
Sounds like Hamburg. Historische «Hamburg»-Radiodokumente und kommunikative Figurationen raumbezogener Identitätsbildungen

Kathrin Dreckmann (Universität Düsseldorf)
«ohne daß er überhaupt merkt, daß er durchtränkt wird …» Die mediale Produktion der «Volksgemeinschaft» in der Rundfunkpolitik des Nationalsozialismus

Johannes Müske (Universität Zürich)
«Collecting and revitalizing» folk music: towards the relation between folklore studies [Volkskunde] and the radio (1950s–60s)
 

15.30–16.00 Pause
 

16.00–17.30 – Radio-Praktiken II: Ästhetik
Moderation: Heinrich Grebe (Universität Zürich)

Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)
Radioästhetik komparativ. Quantitative und qualitative Methoden in der Analyse von Morning Shows aus vier Sprachgruppen

Roland Jäger (MDR/Hochschule Magdeburg)
Radio: Bilder hören. Das Zusammenspiel sprachlicher und nicht-sprachlicher Zeichen im Hörfunk – auditive Transkription als Strategie der Erzeugung von Vorstellungsbildern

Robert Małecki (Universität Warschau)
Wort – Text – Klang. Strategien zur performativen Anwendung des Textuellen im auditiven Bereich
 

17.30–18.00 Pause
 

18.00 Uhr – Keynote: Erika Brady (Western Kentucky University) - entfällt
Howdy, Friends and Neighbors: Radio and the Cultural Politics of US Southern Identity

Moderation: Johannes Müske (Universität Zürich)
 

19 Uhr – Apéro und Vernissage - Lichthof
Vernissage der Begleitausstellung zur Tagung von Studierenden der Universitäten Basel und Zürich
Moderation: Fanny Gutsche (Universität Basel), Thomas Järmann (Universität Zürich)
 

Freitag, 19. Februar 2016 – Hörsaal F 117

9.00 Uhr – Keynote: Morten Michelsen (University of Copenhagen) - verschoben: Samstag, 20.2., 12 Uhr
Radio, spaces, imaginations, 1925–1960

Moderation: Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)
 

10.00–10.30 Pause
 

10.30–12.00 Uhr – Radioprogramme: Facts und Fiction
Moderation: Walter Leimgruber (Universität Basel)

Patricia Jäggi (Hochschule Luzern/Universität Basel)
Mit dem Mikrofon durch die Schweiz: Auditiv-narrative Techniken der Faktizität im internationalen Radio der Nachkriegszeit

Andreas Zeising (Universität Siegen)
Dürer 1928. Radiokunstgeschichte zwischen Bildungsreligion und Identitätspolitik

Felix Wirth (Université de Fribourg)
Die Zukunft auf Sendung: Science-Fiction-Hörspiele am Radio Beromünster (1934–1984)
 

12.00–14.00 Mittagspause
 

14.00–15.30 Uhr – Musik und Identität I: Populäre Musik im internationalen Radio
Moderation: Marc-Antoine Camp (Hochschule Luzern)

Alec Badenoch (Utrecht University)
Re-sounding Dutchness: Light Music and Radio Nederland Wereldomroep

Karoline Oehme-Jüngling (Universität Basel)
Lightly Swiss: Unterhaltungsmusik und transnationale Kulturvermittlung bei Schweizer Radio International

Rüdiger Ritter (FU Berlin)
Das Radio: Ein Musikinstrument, das mit amerikanischem Jazz europäische Identität stiftete
 

15.30–16.00 Uhr Pause
 

16.00–17.30 Uhr – Musik und Identität II: (Trans-)Nationale Klänge
Moderation: Maximilian Jablonowski (Universität Zürich)

Thomas Järmann (Universität Zürich)
Blasmusik als Vermittlerin von Heimatgefühlen: Eine Fallstudie zu «Swissness» am Radio

Martina Novosel (Universität Zagreb)
Tamburica und nationale Identität: Populäre Musik im kroatischen Rundfunk

Thomas Felfer (University of Sussex)
Anachronistic practice, or active protection of culture [Kulturpflege]? Church bells in the Austrian Radio

18.00 Uhr – Abendvortrag: Christine Burckhardt-Seebass (Universität Basel)
Identitätsspiele

Moderation: Thomas Hengartner (UZH/Collegium Helveticum)
 

19.30 Uhr – Lebewohlfabrik: Apéro riche
20.30 Uhr – Konzert mit Hans Hassler
Moderation und Einleitung: Daniel Häusler (SRF Musikwelle/Hochschule Luzern)
Die Lebewohlfabrik befindet sich im Seefeld, Fröhlichstrasse 23, 8008 Zürich; es wird eine gemeinsame Anfahrt mit dem Tram von der Tagung angeboten.
 

Samstag, 20. Februar 2016 – Hörsaal F 117

9.45–10.15 Uhr – Kaffee und Gipfeli

10.15–11.45 Uhr – Beyond Radio: Rezeption und (soziale) Medien
Moderation: Patricia Jäggi (HSLU/Universität Basel)

Thomas Wilke (Universität Tübingen)
Zur Strategie und Intermedialität von Netzidentitäten: Radioauftritte in Sozialen Medien

Fanny Gutsche (Universität Basel)
«A Symbol of Friendship»? Utopien, Assoziationen und Identitätsprojektionen in Hörerpraktiken um das Schweizerische Auslandsradio

Johannes Rühl (Hochschule Luzern)
«Geschmacklose Verkitschung und charakterlose Ausbeutung»: Konflikte um die Volksmusik in der Nachkriegszeit
 

11.45–12.00 Kurze Pause
 

12.00–13.00 Uhr – Keynote: Markus Tauschek (Universität Freiburg)
«Populäre» Musik als Kulturerbe? - entfällt
verschoben vom Freitag: Keynote: Morten Michelsen (University of Copenhagen)

Moderation: Karoline Oehme-Jüngling (Universität Basel)
Abschlussdiskussion: Thomas Hengartner (UZH/Collegium Helveticum)

13.00–14.00 Uhr – Ausklang bei Sekt & Brezeln

CfP Populäre Musik und Identitätspolitiken: Radio machen, überliefern und rezipieren

Broadcasting Swissness @ Scientifica - 4.-6. September 2015

Das Projekt-Team von Broadcasting Swissness nimmt mit einem Ausstellungsstand an den Zürcher Wissenschaftstagen teil. Weitere Informationen

Workshop: Klangidentitäten – Klangmaterien – Klangdiskurse. Perspektiven einer Kulturanthropologie des Hörens

Mittwoch, 9. September 2015, 9-12:30 Uhr, Alte Universität, Am Rheinsprung 9/11, Kurssaal U201.

Working Conference BROADCASTING SWISSNESS beim Internationalen Musikfestival ALPENTÖNE

Workshop: 14. August 2015

Die Schweiz auf Kurzwelle – Unterhaltungsmusik als Medium nationaler Identität

20.45 Uhr im Foyer theater(uri) Einführung: Thomas Järmann (Universtät Zürich). Es wird ein Überblick über die Hintergründe der Unterhaltungsmusik und seiner Orchester in der Nachkriegszeit gegeben.

21.15 Uhr, theater(uri) Konzert Unterhaltungsorchester: Das Unterhaltungsorchester der Hochschule Luzern - Musik wird das 1946 gegründete Schweizer Radio-Unterhaltungsorchester beim Internationalen Musikfestival Alpentöne wieder zum Klingen bringen. Unter der Leitung von David Gottschreiber wird das Hochschulensemble Stücke aus dem Archiv des Dirigenten und Verlegers Reto Parolari neu arrangieren und Tellspielhaus in Altdorf aufführen. Die Moderation übernimmt der Luzerner Schauspieler Samuel Zumbühl. Das Konzert bringt, ganz im Stil der Zeit, eine bunte Mischung aus Volksmusik, Schlager und Jazz.

Das Ensemble wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Broadcasting Swissness“ gegründet, um der Musik der Unterhaltungsorchester der Nachkriegszeit nachzugehen. Das damalige Repertoire mit leichter Musik sollte vor allem die Massen erreichen und zugleich die Schweiz akustisch erkennbar machen. Durch das Praxisprojekt sollen die vielfältigen kulturellen und musikalischen Konnotationen der Radiounterhaltung jener Zeit untersucht werden. Die Musikauswahl und Arrangements unterliegen zwar nicht mehr dem Gebot der geistigen Landesverteidigung, das Radio hat aber auch noch nicht das Format der späteren Fernsehshows wie z.B. Teleboy. Jazz und Heimatfilm, Saxofon und Hackbrett, Swing und Jodeln waren die Zutaten dieser Musik, gespielt von sogenannten «Gebrauchsorchestern», wie man sie beim Radio auch nannte. Dazu gehörte ebenfalls die Volksmusik, die sich innerhalb der Schnittmenge von Unterhaltungsbedürfnis und Traditionsanspruch bewegte. Trotz Protesten aus der Volksmusikpflege gegen die «geschmacklose Verkitschung», versorgte das Radio-Unterhaltungsorchester die ganze Nation mit leichter Kost, mit volkstümlicher Musik und Schlager.

Bei diesem Hochschulprojekt geht es auch um die praxisbasierte Analyse von Produktionsprozessen und der Organisation von Unterhaltungsmusik in der Nachkriegszeit. Die dramaturgisch-musikalische Erarbeitung des Programms bringt Erkenntnisse zur Verwendung musikalischer Motive, Stile und Patterns zur Erzeugung von Nachkriegs-Modernität mit deutlicher Swissness im Radioprogramm.

Musikalische Leitung: David Gottschreiber (Hochschule Luzern – Musik), Moderation: Samuel Zumbühl (Luzerner Theater), Programmauswahl: David Gottschreiber, Dani Häusler (Hochschule Luzern – Musik) Inszenierung/Dramaturgie: Samuel Zumbühl, David Gottschreiber, Johannes Rühl (Hochschule Luzern – Musik)

Weitere Informationen

Aktuelles: Internationale Radiosender im 20. Jahrhundert – Beziehungen, Interaktionen und die Verhandlung transnationaler Identitäten, 18.06.2015

Gerne machen wir Sie auf den aktuellen Workshop Archive und «Internationale Radiosender im 20. Jahrhundert – Beziehungen, Interaktionen und die Verhandlung transnationaler Identitäten» aufmerksam, der am 18.06.2015 in Basel stattfindet.

Workshop: Klangidentitäten – Klangmaterien – Klangdiskurse. Perspektiven einer Kulturanthropologie des Hörens

Mittwoch, 9. September 2015, 9-12:30 Uhr, Alte Universität, Am Rheinsprung 9/11, Kurssaal U201 Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich bis 15. August 2015 bei: karoline.oehme@unibas.ch

Abstract

Das Forschungsprojekt „Broadcasting Swissness“ erforscht, wie beim Schweizer Auslandsradio über Musik und Klang kulturelle Identität vermittelt, gestaltet und verhandelt wurde. Als Intermezzo in diesem Forschungsprojekt stellt der Workshop die Forschungsresultate in den Kontext der kulturanthropologischen Wissensgenerierung und diskutiert die Bedeutung des Akustischen als Erkenntnisquelle und Methode in den Gesellschaftswissenschaften.

Ebene der Sag- und Hörbarkeit geschaffen werden? Welche aktuellen Konzepte der kulturanthropologischen Klangforschung existieren und auf welchen Annahmen zu unserer Gesellschaft basieren sie? Welchen Mehrwert hat die Einbeziehung akustischer Zugänge gegenüber anderen (klassischen) Zugängen (v.a. kognitiven und visuellen)? Inwiefern trägt die Eigenschaft des Klangs aber auch dazu bei, sinnliche Ansätze zu bündeln und für synästhetische Wirkweisen zu sensibilisieren? Welche methodischen Fragen und Anforderungen ergeben sich bei der Erforschung akustischer Gegenstände und Quellen?

Im Workshop wird zunächst eine Fallstudie aus dem Forschungsprojekt „Broadcasting Swissness“ vorgestellt (Karoline Oehme-Jüngling). Die beiden folgenden Referate verorten diese Studie ins Feld der kulturwissenschaftlichen Klangforschung (Jochen Bonz) und der Arbeitsweise der akustischen Ethnographie (Fritz Schlüter).

Programm

  • 9:00-9:15 Begrüssung und kurze Einführung (Johannes Müske)
  • 9:15-10:00 Karoline Oehme-Jüngling, Universität Basel: Klingende Swissness im Radio: Akustische Kodierungen, Wissensformate und Diskurse. Am Beispiel der Transkriptionsserie und Schallplattenanthologie Musica Helvetica (1971-1986), einer Produktion von Schweizer Radio International
  • 10:00-10:45 Fritz Schlüter, Universität Potsdam: Sonic Ethnography
  • 10:45-11:15 Pause
  • 11:15-12:00 Jochen Bonz, Universität Innsbruck: Kulturwissenschaftliche Klangforschung im Nachhallraum sonischer Materialität
  • 12:00-12:30 Diskussion
  • 12:30 Ende

Nach den Vorträgen gibt es jeweils ca. 10 Minuten Zeit für Nachfragen. Eine längere Diskussion ist am Ende des Workshops eingeplant.

Im Anschluss des Workshops besteht die Möglichkeit, gemeinsam in einem nahe gelegenen Restaurant zu Mittag zu essen. Bei Interesse bitte bei karoline.oehme@unibas.ch anmelden (zwecks Reservierung).

Anfahrt: Ab Bahnhof SBB Tram 8 (Richtung Kleinhüningen) bis Haltestelle „Schifflände“. Von dort aus den ansteigenden Weg „Am Rheinsprung“ etwa 100 m gerade aus laufen. Die Alte Universität befindet sich auf der linken Strassenseite.

Kontakt: Dr. des. Karoline Oehme-Jüngling, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Rheinsprung 9/11, CH-4051 Basel, karoline.oehme@unibas.ch, T +41 (0)61 267 18 45 Forschungsprojekt „Broadcasting Swissness“: http://www.broadcasting-swissness.ch

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Ankündigung mit Abstracts (PDF, 343 KB)

Workshop: Internationale Radiosender im 20. Jahrhundert – Beziehungen, Interaktionen und die Verhandlung transnationaler Identitäten

Donnerstag, 18. Juni 2015, 14-18 Uhr, Alte Universität, Am Rheinsprung 9/11, Kurssaal U201 Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich bis 11.Juni 2015 bei: fanny.gutsche@unibas.ch

Abstract

Thema des Workshops ist die kulturanthropologische Erforschung der Rezeption internationaler Radiosender im 20. Jahrhundert. Welche soziale, kulturelle oder politische Bedeutung hatten Sender wie beispielsweise Swiss Radio International oder der BBC World Service? Wie wurden sie im Ausland wahrgenommen?

Aus der Perspektive der medienanthropologischen Erforschung von Rezeptionskontexten, die den Menschen und seinen Umgang mit Medien in das Zentrum der Beobachtung stellt, aber auch nach den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Mediennutzung fragt, ist das Hören von Auslandsradios eine soziale und kulturelle Praxis, die von bestimmten Werten, Normen und Vorstellungen des Eigenen und des Fremden mit bestimmt wird. Der Workshop fragt nach eben diesen Werten: Wie gingen die Akteure mit dem Auslandsradio um? Wie interpretierten sie Konzepte von nationaler Identität, die über das Radioprogramm in Wort, Musik und Geräuschen transportiert wurden? Wie lässt sich die Rezeption internationaler Radiosender rückblickend kulturwissenschaftlich erforschen, welche Bedeutungszuschreibungen lassen sich anhand von Archivmaterialien und Interviews rekonstruieren? Und welche Erkenntnisse liefern die Ergebnisse solcher Forschungen für das Verständnis einer von Medien geprägten Welt?

Der halbtägige Workshop bietet die Möglichkeit, sich über diese Fragen zur Erforschung der Rezeption internationaler Radiosender auszutauschen. Dabei soll es neben der Präsentation von Fallstudien auch um theoretische Konzepte und praktisch-methodische Ansätze der medien-kulturwissenschaftlich-historischen Radiorezeptionsforschung gehen.

Programm

  • Ab 13:30 Kaffee und Erfrischungsgetränke
  • 14:00 Begrüssung und kurze Einführung (Walter Leimgruber)
  • 14:10 Grusswort von Rudolf Müller (memoriav)
  • 14:20-14:40 Fanny Gutsche, Universität Basel: Texte, Bilder, Töne – Auf Spurensuche nach der Rezeption des Schweizerischen Auslandsradios
  • 14:50-15:10 Patricia Jäggi, Universität Basel/ Hochschule Luzern - Musik: Schweiz hautnah erleben – Radiohören im Spiegel der Programmgestaltung
  • 15:20-15:40 Pause
  • 15:40-16:00 Ania Mauruschat, Universität Basel: Der BBC World Service: Internationales Radio - Made in GB
  • 16:10-16:30 Robert Heinze, Universität Bern: Broadcasting Britishness: Die External Services der BBC und ihre Hörer in der Central African Federation
  • 16:40-17:00 Pause
  • 17:00-17:45 Diskussion (Moderation: Walter Leimgruber)
  • 17:45 Resümee und Ausblick (Johannes Müske)
  • 18:00 Ende Nach den Vorträgen gibt es jeweils ca. 10 Minuten Zeit für Nachfragen. Eine längere Diskussion ist am Ende des Workshops eingeplant.

Workshop: Archive und «Klingendes Kulturgut»

Die Sammlung Dür – zur memopolitischen Karriere einer Sammlung von akustischer ‹Swissness›

  • Zeit: Mi, 13. Mai 2015, 13.30 – 18 Uhr
  • Ort: Universität Zürich, ISEK – Affolternstr. 56, 8050 Zürich, AFL E 020 (Campus Oerlikon)
  • Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich, um Anmeldung wird gebeten: thomas.jaermann@uzh.ch

Programm

  • ab 13.30 Uhr – Kaffee und Gipfeli
  • 14.00 Uhr – Begrüssung - Prof. Dr. Thomas Hengartner, ISEK, UZH und lic. phil. Felix Rauh, Memoriav
  • 14.15 Uhr – Prof. Dr. Edzard Schade, HTW Chur: Vom «ökonomischen Gesamtwert» audiovisueller Dokumentensammlungen
  • 15 Uhr – Dr. des. Johannes Müske, ISEK, UZH: «Swissness» als unsystematische Systematik: Die Entstehung der Sammlung Dür beim Kurzwellendienst und ihr Fortleben als memopolitische Wiedergängerin
  • 15.45 – Kaffeepause
  • 16.15 Uhr – Thomas Järmann MA, ISEK, UZH: Die SRG-Unterhaltungsorchester auf ‹Mission Swissness›: Cédric Dumont und Hans Moeckel – Lichtgestalten der Unterhaltungsmusik
  • 17 Uhr – Prof. Dr. Wolfgang Ernst, Humboldt-Universität zu Berlin: Laut, Klang und Technologie. Zur Eigenart Sonischer Archive. Kommentar – Prof. Dr. Monika Dommann, Hist. Seminar, UZH
  • gegen 18 Uhr Apéro riche, Olivenhalle

Abstract

Sammlungsgeschichten – Geschichten von Sammlungen erscheinen oft als Geflechte, die im Laufe der Zeit an Komplexität wie an Kontingenz zugleich zunehmen. Während sich die Genese einer Sammlung in der Regel noch vergleichsweise eindeutig kontextualisieren lässt (etwa hinsichtlich der Sammelziele, der institutionellen und gesellschaftlichen Rahmungen oder der diskursgeschichtlichen Einordnungen), so verändert sich im Laufe der Zeit der Gebrauch und verändern sich im Gebrauch die (Be-)Wertungen und (Be-)Deutungen einer Sammlung mit den Umgangsweisen der Akteure.
Die Sammlung Dür scheint hierfür ein ideales Beispiel zu sein: Entstanden beim Auslandsradio Schweizer Kurzwellendienst (KWD, später Schweizer Radio International) vor dem Hintergrund von Geistiger-Landesverteidigungs- und Kalter-Kriegsrhetorik und in Auftrag gegeben als klingendes identitätspolitisches Instrument, hat schon die Sammlungstätigkeit und «-philosophie» des Musikwissenschaftlers Fritz Dür und seiner Mitarbeiter/innen in der Sonothek ein erstaunlich vielschichtiges Musik-Konvolut entstehen lassen, das wiederum den Programmakteur/innen des KWD grundsätzlich viel Spielraum bot. Erstaunlich ist indessen die Tatsache, dass gerade die Vielfalt und Uneindeutigkeit, die die Sammlung und den Umgang von Radioschaffenden wie auch Rezipienten mit den Beständen charakterisieren, die Sammlung Dür letztlich «kulturerbefähig» gemacht haben.
Ziel des Workshops ist es, einerseits Einblick zu geben in die Thematik Klang- resp. Rundfunkarchive. Die Beiträge sollen ausserdem am konkreten Fallbeispiel der Sammlung Dür die langwierigen Ent- und Verwicklungen darstellen, die aus der Sammlung als identitätspolitisch motivierter Zusammenstellung klingender «Swissness» letztlich ein memopolitisch geadeltes Stück «klingendes Kulturgut» haben werden lassen. Die Beiträge diskutieren Kulturerbeprozesse und präsentieren u.a. Zwischenergebnisse des SNF-Projekts «Broadcasting Swissness».

Kontakt

Thomas Järmann (thomas. jaermann@uzh.ch), Johannes Müske (johannes.mueske@uzh.ch), Universität Zürich, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft - Populäre Kulturen - Affolternstrasse 56, CH–8050 Zürich, www.isek.uzh.ch, Tel: 0041(0)44 634 4087

Workshop: Internationale Radiosender und ihre Rezeption im 20. Jahrhundert – Beziehungen, Interaktionen und die Verhandlung transnationaler Identitäten

Freitag, 20. Februar 2015, 10-15 Uhr, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Spalenvorstadt 2, Kleiner Seminarraum (Dritter Stock). Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung bis 13. Februar wird gebeten an: fanny.gutsche@unibas.ch

Idee: Thema des Workshops ist die kulturanthropologische Erforschung der Rezeption internationaler Radiosender im 20. Jahrhundert. Welche soziale, kulturelle oder politische Bedeutung hatten Sender wie die beispielsweise Swiss Radio International, der BBC World Service oder Radio Netherlands Worldwide? Wie wurden sie im Ausland wahrgenommen? Aus der Perspektive der medienanthropologischen Erforschung von Rezeptionskontexten, die den Menschen und seinen Umgang mit Medien in das Zentrum der Beobachtung stellt, aber auch nach den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Mediennutzung fragt, ist das Hören von Auslandsradios eine soziale und kulturelle Praxis, die von bestimmten Werten, Normen und Vorstellungen des Eigenen und des Fremden mit bestimmt wird. Der Workshop fragt nach eben diesen Werten: Wie gingen die Akteure mit dem Auslandsradio um? Wie interpretierten sie Konzepte von nationaler Identität, die über das Radioprogramm in Wort, Musik und Geräuschen transportiert wurden? Wie lässt sich die Rezeption internationaler Radiosender rückblickend kulturwissenschaftlich erforschen, welche Bedeutungszuschreibungen lassen sich anhand von Archivmaterialien und Interviews rekonstruieren? Und welche Erkenntnisse liefern die Ergebnisse solcher Forschungen für das Verständnis einer von Medien geprägten Welt? Der halbtägige Workshop bietet die Möglichkeit, sich über diese Fragen zur Erforschung der Rezeption internationaler Radiosender auszutauschen. Dabei soll es neben der Präsentation von Fallstudien auch um theoretische Konzepte und praktisch-methodische Ansätze der medien-kulturwissenschaftlich-historischen Radiorezeptionsforschung gehen.

Weitere Informationen sind dem PDF (PDF, 204 KB) zu entnehmen.

Workshop: Musikergespräch: Volksmusik in den 1950er und-60er Jahren

Haus der Volksmusik, Altdorf

Gespräch mit Volksmusiker/innen, die zur Sammlung Dür beigetragen haben.

Gäste: Johnny (Ernst) Gisler, Dolfi (Adolf) Rogenmoser, René Wicki, Hans Aregger, Fini Heinzer

Organisation: Dani Häusler, Marc-Antoine Camp, Johannes Rühl (Hochschule Luzern, Musik)

Workshop: Klänge als Medium der kulturwissenschaftlichen Forschung

Universität Zürich, 12.03.2014, 12.00-16.00 Uhr

Thema:

Kulturwissenschaftliche Forschungen thematisieren zunehmend die sinnliche Wahrnehmung und anderes nichtdiskursives Erfahrungswissen. Das Projekt Broadcasting Swissness untersucht am Beispiel einer Sammlung von Rundfunkarchivalien rundfunkgeschichtliche und identitätspolitische Fragestellungen, wobei auch die klangliche Dimension der Sammlung Dür (Stückauswahl/Kanonisierung, Instrumentierungen, Musikstile) erforscht wird. Kulturwissenschaftliche Arbeiten zur sinnlich-ästhetischen Wahrnehmung des Radios stehen der Herausforderung: Wie vermittelt man Forschungsergebnisse, wenn Klänge in schriftlich/sprachlichen Texten nicht hörbar sind? Ziel des Workshops ist, wissenschaftliche und populäre Vermittlungsformen zu diskutieren, die den Klang der Sammlung Dür auch sinnlich zugänglich machen. Die Veranstaltung, zu der Projekt- und interessierte Fachkolleg/innen eingeladen sind, verbindet Referate und Gruppenarbeiten. Zum einen werden aktuelle Forschungen zur Ästhetik des Radios und zur schriftlichen Darstellung von Klängen vorgestellt. Davon ausgehend sollen zum anderen ergebnisoffen Darstellungs- und Analyseformate diskutiert werden, wie ethnografische Forschung mit Klangarchivalien nicht nur auf einer schriftlichen, sondern auch klingenden Ebene repräsentiert werden kann. Dabei geht es um mögliche Formate (wie Ausstellungen, Multimedia-Formate, Hör-Bücher, Musik-Workshops oder weitere) sowie um die Praktikabilität und Angemessenheit der Formate in Bezug auf die Forschung zu Volksmusik aus dem Radio der 1950er/60er Jahre. Rechtliche Aspekte wären erst in einem späteren Schritt hin zu prüfen.

Organisation:

Thomas Hengartner, Thomas Järmann, Johannes Müske, SNF-Projekt Broadcasting Swissness, Teilprojekt Universität Zürich. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: johannes.mueske@uzh.ch

Working Conference: Digital Humanities und Audiovisuelles Kulturgut (= Memoriav meets Humanities, Kooperation Memoriav und Broadcasting Swissness)

25./26.10.2013, Musée dÈthnographie de Neuchâtel

Die immer stärkere Durchdringung des privaten wie auch professionellen Alltags durch das Internet und die zunehmende Verfügbarkeit von digitalen Daten eröffnen Forschungs- und Bildungskreisen ganz neue Wege im Umgang mit audiovisuellen Quellen. Insbesondere im Bereich der Geisteswissenschaften vereinfachen die neuen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten den Austausch, aber auch die Kooperation zwischen produzierenden, erhaltenden, (er)forschenden wie auch vermittelnden Personen und Institutionen und werten die gegenüber schriftlichen Quellen lange vernachlässigten Ton- und Bilddokumente neu auf.

Ziel des Kolloquiums ist es, die Erhaltung, den Wert und die Nutzung von audiovisuellen Dokumenten als Teil der allgemeinen Diskussion rund um die Digital Humanities zu thematisieren und die Akteure in diesem Feld untereinander zu vernetzen.

Das Memoriav Kolloquium findet im Rahmen des UNESCO-Welttages des audiovisuellen Erbes statt und steht unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen UNESCO-Kommission. Partner der diesjährigen Veranstaltung sind das MEN (Musée d’ethnographie de Neuchâtel), das Institut d’ethnologie de l’Université de Neuchâtel, die SNF-Forschungsgruppe "Broadcasting Swissness" und Infoclio.

Programm

Sonnabend, 26.10., Vormittagspanel: Forschungsprojekte: Konstruktion und Vermittlung von audiovisuellem Kulturgut

Moderation: Thomas Hengartner, Uni ZH

  • 09:00 - 09:30 Uhr: Kaffee, Gipfeli
  • 09:30 - 09:45 Uhr: Empfang durch die Schweizerische UNESCO Kommission, Isabelle Raboud-Schïule.
  • 09:45-10:00 Uhr: Keynote: Audiovisuelle Erbe und "Digital Humanities" – Archive im Schnittpunkt von Bewahren und Verbreiten, Gerda Lechleitner, The Vienna Phonogramme Archives, PGA, Wien.
  • 10:15- 10:35: Uhr Broadcasting swissness, Knowledge transfer to the border public, Dani Häusler, HSLU, Thomas Wild, SRF
  • 10:35- 10:55 Uhr: Von der Nutzung zur Ko-Konstruktion: Forschungsprojekte und die Erforschung, Digitalisierung und Popularisierung von Audio-Heritage am Beispiel Broadcasting Swissness, Fanny Gutsche, Universität Basel, Johannes Müske, Universität Zürich.
  • Pause
  • 11:15 - 11:35 Uhr: L’indexation des films Plans-Fixes, un projet d’humanités digitales? , Gaëlle Delavy, UNIL
  • 11:35 - 11:55 Uhr: Presenting History Online: Présentation des projets, Enrico Natale (infoclio.ch), Charlotte Touati (UNIL), Sylvain Wenger (UNIGE), Alexandre Elsig & Patrick Bondallaz (UNIFR), Christian Di Giusto (UNIZH).
  • 11:55 - 12:30 Uhr: Q&A

Das komplette Programm finden Sie hier.

Working Conference: „Die Schweiz“ im Klang. Repräsentation, Konstruktion und Verhandlung (trans)nationaler Identität über akustische Medien

11. September 2013, 9:00-18:00 Uhr

Kurssaal Alte Universität (Am Rheinsprung 11, 4051 Basel)

Die Schweiz ist immer wieder Thema der kulturellen Auseinandersetzung, die in nationalen Symbolen, Narrationen oder Erinnerungsorten konkrete Formen annimmt. Während die visuelle Verhandlung der Schweiz in den letzten Jahren intensiv erforscht wird, fragt die Tagung dezidiert nach der akustischen Dimension der Verhandlung und Vermittlung der Schweiz.

Wo wird das Verhandlungsfeld Schweiz akustisch hörbar und wie wird Musik/Klang als typisch schweizerisch praktiziert, konstruiert und vermittelt? In welchen Medien wird die Schweiz akustisch repräsentiert, welche Wege der Vermittlung zeichnen sich ab? Wo und wie wird mit den gängigen Vorstellungen der Schweiz gebrochen?

„Die Schweiz“ verstehen wir grundsätzlich als deutungsoffenes Konzept, das durch Selbst- und Fremdbeschreibungen der Akteurinnen und Akteure immer neu interpretiert und diskutiert wird.

Veranstaltet wird die Tagung „Die Schweiz“ im Klang vom Basler Teilprojekt der vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Sinergia-Forschungsgruppe Broadcasting Swissness – Musikalische Praktiken, institutionelle Kontexte und Rezeption von „Volksmusik“. Zur klingenden Konstruktion von Swissness im Rundfunk.

Programm - Mittwoch, 11.09.2013

  • 9:00-9:15 Uhr: Thomas Hengartner: Begrüssung
  • 9:15-10:00 Uhr: Karoline Oehme-Jüngling: Klang und (trans)nationale Identität
  • 10:00-10:45 Uhr: Patricia Jäggi: Der Sound der Schweiz in den „Bruitages“ von SRI
  • Pause
  • 11:15-12:00 Uhr: Thomas Burkhalter: Sampling-Strategien im Umgang mit Orten und Referenzen
  • Pause
  • 14:00-14:45 Uhr: Miriam Roner: „Nationalheiligthum soll die Tonkunst unter uns werden.“ Hans Georg Nägelis Sicht auf die Schweiz in seinen musikalischen Schriften
  • 14:45-15:30 Uhr: Thomas Järmann: Kann man Swissness klanglich abbilden? – Die Sammlung Dür und das „Bild“ der Schweiz
  • Pause
  • 16:00-16:45 Uhr: Dieter Ringli: Mundart-Rock - Zeitgemässe Swissness?
  • 16:45-17:30 Uhr: Fanny Gutsche: „Uf Brutschau id Felsenegg auf Griechenland‘s Olymp“ - Zur transnationalen Rezeption des Programms von SRI
  • 17:30-18:00 Uhr: Konrad Kuhn: Resümee

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