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Japan

Unterprojekt zur temporären Arbeitsmigration in Japan, beginnend am 1. Februar 2027

Japan spricht erst seit kurzem offiziell von „Arbeitsmigration“, doch das Land ergänzt seine inländische Erwerbsbevölkerung schon seit langem durch ethnische Rückwanderung und sogenannte Praktika für junge ausländische Arbeitskräfte, die als Entwicklungshilfe deklariert werden. Der Mythos der ethnischen Homogenität wandelt sich nur langsam, obwohl sich die Zahl der Personen mit Daueraufenthaltsgenehmigung sowie der zwischen 2014 und 2023 erteilten befristeten Arbeitsvisa verdoppelt hat. Tatsächlich hat sich Japan allmählich zu einem Einwanderungsland entwickelt, doch die Notwendigkeit der japanischen Sprache und ein Beschäftigungssystem, das auf einem internen Arbeitsmarkt aufbaut, machen die Integration in dem Land sehr schwierig. Angesichts des starken demografischen Drucks wird Japan ohne drastische Massnahmen nicht in der Lage sein, seinen wirtschaftlichen Wohlstand aufrechtzuerhalten. In den letzten 15 Jahren wurde eine Reihe neuer Visakategorien geschaffen, unter anderem für sogenannte mittelqualifizierte- und Niedriglohnberufe wie Altenpflege, Krankenpflege und Bauwesen, welche die Beschäftigungslandschaft in Japan allmählich verändern. Letztlich hat der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung und die Überalterung der Gesellschaft das Thema Migration oben auf die Tagesordnung der Politik und der internationalen Beziehungen gesetzt. Die zunehmende Interaktion von (temporären) Migrantinnen mit verschiedenen Teilen der japanischen Gesellschaft ist eine gelebte Erfahrung, die es zu erforschen gilt.