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Zukunft

Der Begriff der Zukunft, seine Prognosen, Wünsche und Anwendungen prägen in zunehmendem Maße die gegenwärtigen sozialen Welten. Von Migrations- und Grenzpolitik bis hin zu den Arbeitsplätzen von morgen nehmen Zukunftsvorstellungen konkrete Formen an und haben eine hohe Wirkungskraft. Zukunftskonzepte und Zukunftsgespräche sind einflussreiche Instrumente zur Bewertung und Gestaltung der Gegenwart, sei es bei Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Arbeitswelten, der globalen Ungleichheitsverhältnisse oder der Entstehung neuer politischer Ordnungen. Sie existieren nicht einfach - Zukünfte werden gemacht sowie ständig aufgeführt und dargestellt. Gleichzeitig geht es in der kulturwissenschaftlichen Zukunftsforschung darum, wie verschiedene Kritiken an zukunftsorientiertem Denken formuliert und praktiziert werden. Hier wird der Fragilität der Zukunft und ihrem sozialen Konfliktpotential nachgegangen. Wer wird privilegiert, ausgeschlossen oder marginalisiert, wenn wir über die Zukunft sprechen? Wie wird die Zukunft erfunden, erforscht und abgelehnt? Wie werden Zeit und Zeitlichkeit praktiziert, erzählt, verortet und greifbar gemacht? Die kulturwissenschaftliche Zukunftsforschung untersucht dabei Parameter von Macht und Ungleichheit, die sich aus dem Zukunftsdenken ergeben. Wie sind Zeit und Zeitlichkeit mit interdependenten Kategorien wie Geschlecht, Sexualität, sozialer Klasse usw. verwoben?