Bachelor

Bachelorstudium im Fach Populäre Kulturen

Das Fach Populäre Kulturen kann im Hauptfach (120, 90) und im Grossen Nebenfach (60) studiert werden und wird mit einem Bachelor of Arts in Sozialwissenschaften abgeschlossen. Es besteht aus den beiden Schwerpunkten Alltagskulturen und Populäre Literaturen und Medien. Das Bachelorstudium vermittelt den Studierenden Grundlagenwissen und fördert die Fähigkeit zum methodisch-wissenschaftlichen Denken und Arbeiten. Es gliedert sich in eine Studieneingangs-, eine Vertiefungs- und eine Abschlussphase mit folgenden Modulen:

Studienanforderungen im Bachelor-Studium

Studienphase / Modul HF 120 KP HF 90 KP NF 60 KP
Studieneingangsphase 27 KP 27 KP 24 KP
AK Basismodul 9 KP, Pflicht (RE, MA, SU, SA)
  • Einführungsvorlesung 3 KP
  • Qualitative Methoden 6 KP
✔  
PLM Basismodul 9 KP, Pflicht (RE, MA, SU, SA)
  • Einführungsvorlesung 3 KP
  • Qualitative Methoden 6 KP
✔  
Vertiefung wiss. Arbeiten 3 KP, Pflicht (PR, E-Learning)  
Theorie-Lektürekurs 6 KP, Pflicht (RE, MA, SU)
Vertiefungsphase 63 KP 36 KP 30 KP
Thematische Vertiefung (Wahlpflicht) 42 KP 30 KP 24 KP
Vertiefungsmodul, 2-semestrig*, 6 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet ✔ benotet ✔ benotet
Vertiefungsmodul, 2-semestrig*, 6 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet ✔ benotet ✔ benotet
Vertiefungsmodul, 2-semestrig*, 6 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet ✔ benotet ✔ benotet
Vertiefungsmodul, 2-semestrig*, 6 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet   ✔ benotet
Vertiefungsmodul, 2-semestrig*, 6 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet    
Vertiefungsmodul forschendes Lernen, 2-semestrig, 12 KP (RE, MA, SU, SA) ✔ benotet ✔ benotet  
Wahlmodule
(dürfen auch schon in der Eingangsphase belegt werden)
21 KP 6 KP 6 KP
Berufsperspektiven 3 KP (MA)      
(Selbst)Präsentationstechniken 3 KP (MA)      
Kleine Hausarbeit 3 KP (SA)      
Grosse Hausarbeit 6 KP (SA)      
Kleine Leseliste 3 KP (PR)      
Grosse Leseliste 6 KP (PR)      
Thematisches Tutorat 3 KP (MA)      
Vorlesung 3 KP (PR)      
Praktikum (extern/intern) 3-9 KP (SU)      
Studium generale 12 KP 9 KP 6 KP
Abschlussphase 18 KP 18 KP  
Abschlussmodul, 2-semestrig, 6 KP, Wahl-Pflicht (RE, MA, SU)
  • Seminar 3 KP
  • Präsentation Bachelorarbeit 3 KP
✔ benotet ✔ benotet  
Bachelorarbeit Populäre Kulturen 12 KP, Pflicht ✔ benotet ✔ benotet  

* 2-semestrig bedeutet: im 1. Semester findet die Lehrveranstaltung statt, die Semesterferien im Anschluss stehen zur Verfügung, um die Arbeit zu schreiben. Angerechnet wird die Leistung nach dem 2. Semester. (Bei Mobilität und anstehendem Studienabschluss kann auf Anfrage die Leistung bereits nach dem 1. Semester angerechnet werden).

Module der Studieneingangsphase

Die Eingangsphase besteht aus Pflichtmodulen und dient der Heranführung an Inhalte, Methoden und Theorien des Fachs. Im Herbstsemester müssen zwei obligatorische Basismodule besucht werden, die in die beiden Schwerpunkte Alltagskulturen und Populäre Literaturen und Medien einführen. Im Frühlingssemester werden Theorie-Lektürekurse und für Hauptfachstudierende die Vertiefung wissenschaftliches Arbeiten angeboten.

AK Basismodul

Das AK Basismodul ist eines von zwei obligatorischen Einführungsmodulen (analog zum PLM Basismodul). Es vermittelt Grundlagenkenntnisse im Bereich Alltagskulturen und besteht aus zwei Lehrveranstaltungen: AK Einführungsvorlesung und AK Qualitative Methoden. Um das gesamte Modul erfolgreich abzuschliessen, müssen beide Lehrveranstaltungen bestanden werden.

Lernziel:
Die Studierenden kennen die wichtigsten Prinzipien, Konzepte und Forschungsfelder der Alltagskulturanalyse. Sie verfügen über ein Basiswissen zu spezifischen Zugängen und qualitativen Methoden. Sie haben erste Erfahrungen in deren Anwendung gemacht.

Die AK Einführungsvorlesung vermittelt Grundlagenwissen über Zugänge und Perspektiven auf die Kategorien Alltag, Kultur und Alltagskultur. Beleuchtet werden verschiedene Fachtraditionen, ihre gesellschaftlichen und politischen Hintergründe sowie die daraus erwachsenen Paradigmen. Exemplarische Forschungsfelder und deren methodische und theoretische Grundlagen werden vorgestellt. So vermittelt die Vorlesung Grundkompetenzen kulturwissenschaftlichen Denkens und Argumentierens.

Das Seminar AK Qualitative Methoden vermittelt qualitative Forschungsmethoden, die im Schwerpunkt Alltagskulturen Anwendung finden. Die Studierenden erhalten Einblicke in ethnographisch ausgerichtete Zugänge (wie Befragung, Interview, Teilnehmende Beobachtung) sowie in kulturanalytische Ansätze bei der Erforschung unterschiedlicher Gegenstandsbereiche (z.B. interpretative Verfahren der Auswertung, Quellenkritik). An Fallbeispielen werden ausgewählte qualitative Methoden angewandt.

PLM Basismodul

Das PLM Basismodul ist eines von zwei obligatorischen Einführungsmodulen (analog zum AK Basismodul). Es vermittelt Grundlagenkenntnisse im Bereich Populäre Literaturen und Medien. Das Modul besteht aus zwei Lehrveranstaltungen: PLM Einführungsvorlesung und PLM Qualitative Methoden. Um das gesamte Modul erfolgreich abzuschliessen, müssen beide Lehrveranstaltungen bestanden werden.

Lernziel: 
Die Studierenden kennen zentrale Begriffe, Perspektiven und Forschungsfelder der Analyse Populärer Literaturen und Medien. Sie kennen spezifische Methoden und können diese an ausgewählten Beispielen anwenden.

Die PLM Einführungsvorlesung vermittelt den Studierenden einen orientierenden Überblick über zentrale Gegenstands- und Forschungsbereiche des Schwerpunkts Populäre Literaturen und Medien (z.B. Bestsellerforschung, Medientransfer, Buch- bzw. Mediengeschichte, Leseforschung, historisch-vergleichende Erzählforschung, Biographieforschung) sowie deren theoretische und methodische Zugänge.

Das Seminar PLM Qualitative Methoden führt in qualitative Methoden zur Analyse populärer Literaturen und Medien ein. Es vermittelt Fachperspektiven, Arbeitstechniken und Analysemethoden wie qualitative Inhaltsanalyse, Diskursanalyse, Literatur-, Bild- und Filmanalyse. Diese Methoden werden anhand von einführenden Texten am Beispiel ausgewählter Themenfelder und populärer Genres erläutert, gemeinsam erprobt und selbständig geübt.

Theorie-Lektürekurs

Es werden ausgewählte Schlüsseltexte der Kulturtheorie gelesen und gemeinsam diskutiert. Neben der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Konzepten von «Kultur», soll auch eine Reflexion über «Theorie» im Allgemeinen stattfinden. Einerseits werden also der Kulturbegriff und seine unterschiedlichen theoretischen Facetten befragt. Andererseits sollen verschiedene wissenschaftliche Zugänge und die Bedeutung von Theorie bzw. des Theoretisierens gerade in einem mehrheitlich empirisch arbeitenden Fach thematisiert werden.

Vertiefung wissenschaftliches Arbeiten

Das Modul ist ein Pflichtmodul für Hauptfachstudierende. Es dient dem Erlernen und Einüben der grundlegenden wissenschaftlichen Arbeitstechniken (Recherchieren, Referieren, Schreiben einer Arbeit). Es handelt sich um eine Kombination von Selbstlernmodul, Teamarbeit und Präsenzveranstaltung.

Module der Vertiefungsphase

Die Vertiefungsphase besteht aus Wahlpflicht- und Wahlmodulen und dient der inhaltlichen, methodischen und theoretischen Auseinandersetzung mit Themen und Zugängen des Faches. Kernstück dieser Phase ist eine gewisse Anzahl thematischer Seminare aus einer Auswahl sogenannter Vertiefungsmodule (Wahlpflichtmodule). Daneben existiert ein Katalog von Wahlmodulen. Einige davon, wie Berufsperspektiven, (Selbst-)Präsentationstechniken, Thematisches Tutorat, Vorlesung, können auch bereits in der Eingangsphase gebucht werden.

Vertiefungsmodule (Wahlpflicht)

Die Vertiefungsmodule sind thematische Seminare zu einzelnen Themenbereichen der Populären Kulturen, die von Studierenden unter Anleitung von Dozierenden gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden.
Vertiefungsmodule sind zweisemestrig angelegt, wobei im ersten Semester Präsenzsitzungen stattfinden. Während der Semesterferien wird die Hausarbeit verfasst; Abgabetermin ist üblicherweise der Vorlesungsbeginn des zweiten Semesters.
Das zweite Semester (ohne Lehrveranstaltung) dient der Begutachtung und allenfalls Überarbeitung. Bei Mobilität und anstehendem Studienabschluss kann das Modul einsemestrig abgeschlossen werden.

Vertiefungsmodul Forschendes Lernen (Wahlpflicht)

Das Vertiefungsmodul forschendes Lernen ist anwendungsorientiert. Im Rahmen eines Seminarthemas werden die Studierenden angeleitet, erste Forschungserfahrungen zu sammeln und ein eigenes kleines Projekt zu verfolgen. Die Ergebnisse können in verschiedenen Formaten präsentiert werden (Ausstellung, Publikation, Radiosendung etc.)
Es finden in beiden Semestern wöchentliche Lehrveranstaltungen statt.

Berufsperspektiven (Wahl)

Das Modul gibt den Studierenden Einblick in unterschiedliche Arbeitswelten und mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium der Populären Kulturen.

(Selbst-)Präsentationstechniken (Wahl)

Das Modul widmet sich den Vermittlungstechniken kulturwissenschaftlicher Inhalte und den Möglichkeiten der Selbstpräsentation von Kulturwissenschaftlern und –wissenschaftlerinnen.

Thematisches Tutorat (Wahl)

Thematische Tutorate werden von Masterstudierenden für Bachelorstudierende konzipiert und durchgeführt. Gemeinsam werden Texte zu einem bestimmten Thema intensiv gelesen und diskutiert.

Vorlesung (Wahl)

Die Vorlesung gibt einen Überblick zu einem fachspezifischen Thema. Ihre Form des Frontalunterrichts eignet sich spezifisch für die konzentrierte Wissensvermittlung. Die Vorlesung wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

Praktikum intern/extern (Wahl)

Bachelorstudierende der Populären Kulturen können sich nach vorgängiger Absprache mit der Studienberatung selbstorganisierte externe Praktika sowie vom Institut ausgeschriebene interne Praktika à maximal 9 Kreditpunkte als Wahlmodul anrechnen lassen.
Zu den Praktika vgl. das Merkblatt (PDF, 100 KB).

Kleine Hausarbeit, Grosse Hausarbeit, Kleine Leseliste, Grosse Leseliste (Wahl)

Diese Selbstlernmodule ohne Lehrveranstaltung bieten den Studierenden die Gelegenheit, sich im Selbststudium in ein Thema ihrer Wahl einzuarbeiten und dazu eine schriftliche Arbeit zu verfassen (Hausarbeit), bzw. eine mündliche Prüfung abzulegen (Leseliste). Das Institut bietet Unterstützung bei der Themensuche.

Module der Abschlussphase

Die Abschlussphase besteht aus der Bachelorarbeit Populäre Kulturen und dem Abschlussmodul: Das zweisemestrige Abschlussmodul unterstützt die Studierenden beim Entwickeln einer Fragestellung sowie beim Suchen einer geeigneten Betreuungsperson. Im zweiten Semester wird parallel dazu die Bachelorarbeit gebucht. Abgeschlossen wird die Phase mit der öffentlichen Präsentation der Bachelorarbeiten.

Abschlussmodul

Das Abschlussmodul ist für die letzten beiden Semester des Bachelorstudiums im Hauptfach vorgesehen. Es versteht sich als begleitendes Coaching für die Bachelorarbeit. Im ersten Semester werden Funktion und Form einer Bachelorarbeit, mögliche Fragestellungen und methodische Zugänge diskutiert. Bis zum Ende des Semesters sollen alle Teilnehmenden ein tragfähiges Arbeitskonzept entwickelt sowie die individuelle Betreuung organisiert haben. Im zweiten Semester, in dem parallel an der Bachelorarbeit gearbeitet wird, rücken Fragen der Datengenerierung und -analyse sowie der Schreibprozess und die Vorbereitung der Präsentation der Forschungsergebnisse in den Fokus. Abgeschlossen wird das Modul mit einer öffentlichen Präsentation der fertiggestellten Projekte.

Bachelorarbeit Populäre Kulturen

Die Bachelorarbeit ist das Abschlussprojekt des Bachelorstudiums. Die Studierenden schreiben zu einem selbstgewählten Thema einen ca. 30–40 Seiten umfassenden Text. Ein Dozent oder eine Dozentin am ISEK – Populäre Kulturen unterstützt sie dabei individuell. Diese Betreuungsperson muss selbständig organisiert werden. Sie ist auch zuständig für die Benotung bzw. Bewertung der Arbeit.
Eine Fertigstellung der Arbeit ist auf den Präsentationstermin am Ende des parallel besuchten Abschlussmoduls anzustreben.

Zur Bachelorarbeit im Fach Populäre Kulturen vgl. das Merkblatt (PDF, 107 KB).

Module des Studium Generale

Zum Studium Generale vgl. das Merkblatt Studium Generale (PDF, 100 KB).