Zürcher Beiträge zur Alltagskultur

Seit 1996 erscheint unter dem Namen «Zürcher Beiträge zur Alltagskultur» eine eigene Schriftenreihe des Instituts für Populäre Kulturen der Universität Zürich (seit 2010 herausgegeben von Thomas Hengartner). Im Vordergrund der Publikationsreihe stehen Dissertationen und Lizentiatsarbeiten, aber auch Ergebnisse aus grösseren Projektseminaren und Begleittexte zu Ausstellungen sollen publiziert werden, die andernfalls als «graue Literatur» in Vergessenheit gerieten. Die Volkskunde der Schweiz wird so um ein Segment erweitert, welches auch für Abschlussarbeiten und kleinere Projekte entsprechende Verbreitung anstrebt.

Inhaltlich sind die hier veröffentlichten Beiträge einem alltagskulturellen Zugang verpflichtet. Sie umfassen historische und gegenwartsbezogene Probleme, Ethnographien von ländlichen und urbanen Lebenswelten sowie theoretische Zugriffe und Analysen von konkreten Objekt- und Symbolkulturen. Alltag und Alltagskultur, zwei zentrale Begriffe für das Fach, sind mit Arbeitsalltag nicht identisch. Sie bilden besondere Erfahrungsräume mit traditionell besetzten Sinnbezirken. Dem einzelnen wie Gruppen verhelfen sie je nach Schicht, Alter, Geschlecht und kultureller Zugehörigkeit zu konkreter Lebensorientierung und -gestaltung. Alltag erweist sich gleichzeitig als Perspektive und als Gegenstandsbereich, der vorzugsweise in überschaubaren Lebenswelten unter dem Aspekt symbolisch-kultureller Dimensionen funktional analysiert wird.

Alle Bände der Publikationsreihe «Zürcher Beiträge zur Alltagskultur» können beim Chronosverlag(http://www.chronos-verlag.ch) bestellt werden.

Bisher erschienen:

Bd. 23: Jean Louis Georget , Christine Hämmerling, Richard Kuba, Bernhard Tschofen: Wissensmedien des Raums.

Cover Band 23

Interdisziplinäre Perspektiven. Zürich: Chronos 2018.

ISBN 978-3-0340-1480-9

Wie entsteht räumliches Wissen? Wie wird es visualisiert und mit welchen Effekten auf Raumvorstellungen und Machtbeziehungen vermittelt? Die räumliche Dimension der Kultur beschäftigt viele Fächer. Dennoch ist die Wissensgeschichte des Raums abgesehen von ihren Repräsentationen bisher wenig untersucht. Dieser Band lenkt die Aufmerksamkeit auf die aktuellen wie historischen Praktiken und Medien raumbezogenen Forschens in ihren Beziehungen zu sozialen und technischen Entwicklungen.

Medien, die das räumliche Denken einer Disziplin hervorbringen, sind Ausdruck machtvoller Beziehungen, etwa im kolonialen Kontext oder in der Beschäftigung mit Natur und Überlieferung. Sie entfalten Kräfte, die sowohl den Untersuchungsgegenstand als auch die Beziehungen zu anderen Wissensordnungen betreffen. Als Instrumente der Abgrenzung legitimieren sie akademische Denkstile gegenüber anderen Formen des Welterkennens. Das Denken in medialen Techniken und Formaten verspricht nicht zuletzt in populären Visualisierungen Evidenz. Die Beiträge dieses Bandes rücken solche Epistemiken des Terrains ins Zentrum. Sie fragen nach alten und neuen Daten räumlichen Wissens und diskutieren den Einfluss medialer und sinnlicher Praktiken in Wissenschaft und Öffentlichkeit.

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Bd. 22: Julia Fleischhack: Eine Welt im Datenrausch.

Cover Band 22
Cover Band 22

Computeranlagen und Datenmengen als gesellschaftliche Herausforderung in der Bundesrepublik Deutschland (1965–1975). Zürich: Chronos 2016.

180 S., 11 Abb., ISBN 978-3-0340-1274-4

Wie beeinflusste das Aufkommen der kommerziellen Computertechnik in Verwaltungen und Unternehmen in den 1960er und 1970er Jahren das gesellschaftliche Verhältnis zu Personendaten? Während dieser Zeit veränderten sich nicht nur Anwendungsbereiche und Arbeitspraxis der Datenverarbeitung grundlegend. Auch Fragen von Macht und Kontrolle insbesondere über Personendaten wurden erstmals auf breiter Ebene problematisiert, politisiert und erforscht. Das Buch zeichnet anhand der frühen Computerisierungsphase in der Bundesrepublik Deutschland nach, wie der Umgang mit diesen Daten zu einem gesellschaftlichen Thema wurde, das in neuer Fülle die kritische Aufmerksamkeit von Verwaltungsfachleuten, Schriftstellern, Soziologen, Politik- und Rechtswissenschaftlern, auf politischer Ebene und in internationalen Organisationen auf sich zog.

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Bd. 21: Mischa Gallati: Entmündigt.

Cover Band 21
Cover Band 21

Vormundschaft in der Stadt Bern, 1920–1950. Zürich: Chronos 2015.

240 S. Br. ISBN 978-3-0340-1254-6

1912 wurde das Vormundschaftsrecht im Schweizerischen Zivil­gesetzbuch national vereinheitlicht: Es regelte die Entmündigung von Menschen mit psychischen Krankheiten oder mit sogenannten sozialen Mängeln wie «Misswirtschaft» und «Verschwendung», «Trunksucht» oder «lasterhaftem Lebenswandel». Das 2013 revidierte Vormundschaftsrecht machte diesem stigmatisierenden Recht ein Ende. Es ist nun an der Zeit, Institutionalisierung, Vollzug und alltägliche Praktiken in der Vormundschaft über Erwachsene einer historischen Analyse zu unterziehen.

Die Untersuchung ist der kommunalen Vormundschafts­praxis der Stadt Bern gewidmet und fokussiert auf die Jahre 1920 bis 1950 unter Beizug von Fallgeschichten. Die moderne Vormundschaft wird als Phänomen des 20. Jahrhunderts beschrieben und als machtvoll gegliedertes Beziehungsgefüge verstanden. Seine Spezifik wird historisch kontex­tualisiert: Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Modernisierung der Vormundschaft als Aufgabe der Einwohnergemeinden mit nationalen Rahmungen voran­getrieben – mit starkem Bezug auf ältere Traditions­linien. Neben dem Behördenhandeln wird die «innere Mechanik» der Vormundschaft analysiert, wobei insbesondere eigensinnige Handlungslogiken entmündigter Personen interessieren, die häufig zwischen Konformität und Dissens changierten. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur historischen Aufarbeitung fürsorgerischer Praktiken sowie zur sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskussion um menschliche Handlungsfähigkeit.

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Bd. 20: Gisela Unterweger: Der Umgang mit Geld als kulturelle Praxis.

Cover Band 20
Cover Band 20

Eine qualitative Untersuchung in der gesellschaftlichen Mitte. Zürich: Chronos 2013.

341 S. Br. ISBN 978-3-0340-1145-7

Die Untersucht man die alltägliche Verwendung von Geld, zeigt es sich, wie vielfältig und vor allem wie symbolisch Geld eingesetzt wird und wie unentrinnbar verwoben dabei das Kulturelle und das Ökonomische sind. Geld ist also nicht mehr nur Mittel zum Konsum. Individuelle ökonomische Handlungsentscheide werden mit kulturellen Strategien angegangen und kulturelle Praktiken werden durch ökonomische Bedingungen geprägt.

Welcher Stellenwert wird der Sparsamkeit zugeordnet? Wann wird ein Lohn als gerecht betrachtet? Welche Rolle spielt der Genusskonsum im Alltag? Wie bringt der Umgang mit Geld die Vorstellung von Paarbeziehung zum Ausdruck? Wann ist es angenehmer, sich einladen zu lassen, und wann zahlt man lieber selber? Wie wird der Umgang mit Geld in der Familie organisiert – oder tabuisiert?
Anhand von Interviews mit Personen aus der schweizerischen Mittelschicht zum alltäglichen Umgang mit Geld lassen sich Muster von kulturellen Praktiken und Strategien herausarbeiten, aber auch auf Geld bezogene Normen und Werte sowie symbolische Gehalte von Geld in unterschiedlichen Kontexten identifizieren. So entsteht ein differenziertes Bild davon, wie Menschen im Alltag die ökonomischen Bedingtheiten ihres Lebens kulturell gestalten und letztlich, wie ökonomisches Handeln immer auch gleichzeitig kulturell spezifisches Handeln ist.

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Bd. 19: Tobias Scheidegger: Flanieren in ArCAADia.

Cover Band 19
Cover Band 19

Digitale Architekturvisualisierungen – Analyse einer unbeachteten Bildgattung. Zürich: Chronos 2009.

157 S., 21 teilw. farbige Abb. ISBN 978-3-908784-08-1

Die Kommunikation grosser Bauvorhaben geschieht heute vornehmlich über computergenerierte Architekturvisualisierungen. Trotz ihrer ausgeprägten medialen Präsenz wurde diese alltägliche Bildgattung ausserhalb von Fachkreisen bislang kaum thematisiert. Die vorliegende Untersuchung nähert sich diesen unbeachteten Bildern aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Dabei zeigt sich, dass die perfekt gerenderten Visualisierungen stets mehr transportieren als blosse Informationen über geplante Bauvorhaben: Vielmehr widerspiegeln die digitalen Bildwelten Tendenzen gegenwärtiger Stadtpolitik, die gleichermassen im Reden über «Urbanität» ihren Ausdruck finden.In Bildanalysen und Interviews mit Bildproduzenten lotet die kulturwissenschaftliche Untersuchung diese visual culture des «Urbanen» aus. Eine Phänomenologie der Visualisierungen bildet den ersten Teil der Untersuchung. Die Bilder werden als visuelle Machtmittel beschrieben, welche die Betrachter aufgrund besonderer Bildeigenschaften gezielt zu mobilisieren vermögen. Ein zweiter Teil analysiert die Visualisierungen als Projektionen eines «urbanen» Alltags. Auf einem Streifzug durch die digitale Idealstadt «ArCAADia» werden Raumpolitiken beobachtet, die in aktueller Stadtentwicklung ihren realen Gegenpart finden: Ausschlüsse, Raumkontrolle und spektakuläre Simulation städtischen Lebens.

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Bd. 18: Urs Keller: Wenn die Liebe auf Reisen geht.

Cover Band 18
Cover Band 18

Zur Praxis der Hochzeitsreisen von Schweizer Brautpaaren. Zürich: Chronos 2007.

284 S. ISBN-13: 978-3-908784-07-4

Die Hochzeitsreise gehört zum Standardprogramm der Hochzeitsfeierlichkeiten. Sie bildet den Schlusspunkt der aussergewöhnlichen Zeit des Heiratens. Ihr einmaliger Charakter lässt eine minutiöse Vorbereitung und wohl durchdachte Durchführung der Reise vermuten. Diese kulturwissenschaftliche Studie zeigt, wie Brautpaare in der Schweiz ihre Flitterwochen planen und gestalten. Sie geht der Frage nach, weshalb Flitterwochen weiterhin populär sind, obwohl sich ihre Ausgangsbedingungen in den letzten Jahrzehnten doch fundamental verändert haben: Der Haushalt ist bei der Eheschliessung bereits eingerichtet, und die Fotoalben sind mit gemeinsamen Ferienbildern gefüllt. Anhand von Interviews mit Honeymooners und Experten wird gezeigt, dass sich Brautpaare bei der Gestaltung der Flitterwochen in einem Spannungsfeld bewegen: Auf der einen Seite steht die gesellschaftliche, massenmedial geprägte Vorgabe, wie eine Hochzeitsreise auszusehen hat. Auf der anderen das Bedürfnis der Paare nach Individualität und Abgrenzung davon. Unter dem Strich resultiert ein variantenreiches Liebesritual mit wiederkehrenden Elementen: die Suche nach Zweisamkeit, der Genuss von ausseralltäglichem Luxus und das Naturerlebnis.

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Bd. 17: Sibylle Ryser: «Eine Kunst für sich».

Cover Band 17
Cover Band 17

Amateurmalerei zwischen Kunst und Populärkultur. Zürich: Chronos 2007.

128 S. 16 farb. Abb. ISBN-10: 3-908784-06-9, ISBN-13: 978-3-908784-06-7

Zwischen den beiden Polen Kunst und Populärkultur gedeiht eine weit verbreitete Praxis: die Amateurmalerei. Indem Hobbymaler Tafelbilder malen, bedienen sie sich überlieferter Kodes der Hochkunst. Sind sich die Amateure dieses Referenzrahmens bewusst, wie nehmen sie ihn wahr, was bedeutet er für sie? Die kulturwissenschaftliche Untersuchung geht der Frage nach, wie und wo sich zeitgenössische Freizeitmalerinnen und -maler auf Kunst beziehen. Dabei werden vielfältige Bezüge aufgezeigt: von Techniken und Sujets über Vermittlungsaspekte zu Identifikationsangeboten und Präsentationsritualen – stets orientiert sich die Amateurmalerei an der Kunst. Zugleich wird aber auch deutlich, dass die Sphären von Kunst und Freizeitmalerei letztlich getrennt bleiben. Obwohl das Selbstverständnis der Amateure von der Vorstellung einer fliessenden Grenze zur Kunst geprägt ist, bleibt die Amateurmalerei ein Randphänomen des Kunstbetriebs.

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Bd. 16: Katharina Kofmehl-Heri: Die Seniorenbühne.

Cover Band 16
Cover Band 16

Ein neues Stück populärer Theaterkultur in der Schweiz. Zürich: Chronos 2006.

412 S., 38 S/W-Abb. ISBN-10: 3-908784-05-0, ISBN–13: 978-3-908784-05-0

In den 1970er Jahren entdeckten Schweizer Seniorinnen und Senioren das Theaterspielen, und sie praktizieren es bis heute mit viel Enthusiasmus und grossem Erfolg. Ihre Stücke kommen nicht aus der Mottenkiste des Volks- oder Heimattheaters: Wer im Alter Theater spielt, will aktuelle Geschichten aus der eigenen Lebenswelt darstellen. So entstehen jedes Jahr neue Theaterstücke mit einer Vielfalt von Themen, Dialekten, Spielformen und vor allem mit viel Phantasie, Optimismus und Humor. Damit vermittelt Seniorentheater praktikable Lebens- und Verhaltensmuster und präsentiert sich als Vorbild positiver Lebensgestaltung. Den Akteuren bietet die Theatergruppe Geselligkeit im Kreise von Gleichgesinnten und die Möglichkeit, individuelle Fähigkeiten zu entwickeln. Seniorentheater beschert positive Impulse für die eigene Individualität und steigert das Selbstbewusstsein; es fördert die geistige und die körperliche Agilität und thematisiert persönliche Anliegen seiner Mitglieder. Die empirische Untersuchung beschreibt die Entstehung und die Aufführungspraxis von Seniorenbühnen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Sie stellt den Bezug zum Schweizer Volkstheater her und zeigt, wie sich Seniorentheater aufgrund seiner vielfältigen Funktionen als Teil einer neuen Alltagskultur älterer Menschen manifestiert.

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Bd. 15: Urban Stäheli: «Zu Hause, aber nicht daheim».

Cover Band 15
Cover Band 15

Akkulturationsverläufe bei Immigranten aus Ungarn in der Schweiz. Zürich: Chronos 2006.

301 S., 10 S/W-Abb. ISBN-13: 978-3-908784-04-3

Immigration ist ein Dauerthema in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion, doch niemand spricht von den Ungarn. Vor 50 Jahre war das gänzlich anders. Damals gelangten rund 13'000 Ungarnflüchtlinge in die Schweiz, wo ihre Aufnahme beispiellose Euphorie und Anteilnahme auslöste. Für die Immigranten galt es nach der Ankunft in der Schweiz, ihr Leben ohne Aussicht auf eine baldige Rückkehr neu einzurichten und zu gestalten. Heute zeigt sich, dass dies den meisten von ihnen gelang, auch wenn der Weg dahin manchmal mühselig war. In dieser kulturwissenschaftlichen Untersuchung wird die Akkulturation der Immigranten aus Ungarn anhand von Interviews mit den Betroffenen rekon¬struiert. Es wird gezeigt, welche migrationsspezifischen Problemstellungen es zu bewältigen galt und welche Lösungsstrategien dafür gewählt wurden. Im Vergleich mit anderen Flüchtlingsgruppen erweist sich die Akkulturation der Ungarn dabei als beispielhaft, zumal der eigene Akkulturationsverlauf von den Betroffenen überwiegend positiv bewertet wird.

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Bd. 14: Annina Wettstein: «Messies».

Cover Band 14
Cover Band 14

Alltag zwischen Chaos und Ordnung. Zürich: Chronos 2005.

163 S., 8 S/W-Abb.ISBN 3-908784-03-4

Für Wohlstandsgesellschaften ist ein Zuviel an Dingen und Informationen typisch. Innerhalb dieser Vielfalt auszuwählen, stellt eine alltägliche Herausforderung dar und kann als kulturelle Technik verstanden werden. Bei so genannten «Messies» zeigen sich hier jedoch Überforderungserscheinungen. Die Menge der Dinge sowie deren Anordnung im Wohnraum führen oft zu Bewegungs- und Nutzungseinschränkungen und wirken sich nicht zuletzt auch auf die Zeitstruktur des Alltags und das soziale Umfeld aus. Die ethnographische Untersuchung beleuchtet historische und soziokulturelle Zusammenhänge, welche die Entstehung des «Messie»-Phänomens ermöglichen. Der Hauptteil geht der kulturellen Befindlichkeit von «Messies» nach: Wie finden sich die Betroffenen innerhalb gesellschaftlicher Anforderungen zurecht und wie wirken sich kollektive Vorstellungen von Ordnung/Unordnung, Gesundheit/ Krankheit sowie Normalitäts-konzepte auf ihre Alltagspraxen aus? Zahlreiche Interviewausschnitte bieten Einblicke in ein Phänomen der Alltagskultur, für das es (noch) keine medizinisch-psychologische Diagnose gibt. Im Vordergrund stehen individuelle Erklärungsansätze und Strategien zur Bewältigung des Alltags von «Messies», der geprägt ist vom Wunsch nach Übersicht und Struktur.

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Bd. 13: Katrin Kalt: Zettel, Zahl und Zufall.

Cover Band 13
Cover Band 13

Glück und Glücksspiel am Beispiel des Schweizer Zahlenlottos. Zürich: Chronos 2004.

195 S., ISBN 3-908784-02-6

Seit 1970 rollen die Kugeln des Schweizer Zahlenlottos. Zahlreiche LottomillionärInnen wurden bereits gekürt, für die Mehrheit der Teilnehmenden bleibt jedoch ein Sechser im Lotto ein blosser Wunschtraum. Hinter der Schaufassade der öffentlichen Ziehung der Gewinnzahlen im Fernsehen liegt die verborgene Sehnsucht der hunderttausend LottospielerInnen in der Schweiz. Die ethnographische Untersuchung fragt danach, wie die Menschen mit dem Zufall des Lottoglücks leben. Sie behandelt sowohl die historischen Entstehungsbedingungen, die institutionellen Strukturen und die gegenwärtige Form des Lottospiels als auch seine Bedeutung für die SpielerInnen. Welchen Platz nimmt es in ihrem Alltag ein, welche Vostellungen von Geld, Glück und Zufall werden mit ihm verknüpft, welches sind die Träume vom Riesengewinn? Zahlreiche Gesprächsdokumente geben Einblicke in individuelle Spielpraxis, Sichtweisen und Einstellungen von GlücksspielerInnen. Diese Innensichten zeichnen ein facettenreiches Bild der Alltagszusammenhänge zwischen Spielvarianten, Spannung und Glückserwartung.

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Bd. 12: Gisela Unterweger: Klasse und Kultur.

Cover Band 12
Cover Band 12

Verhandelte Identitäten in der Schule. Zürich: Chronos 2002.

230 S., ISBN 3-908784-01-8

Wie gestaltet sich kulturelle Identität in einem so genannt multikulturellen Umfeld? Dieser Fragestellung geht die hier vorgelegte ethnografische Untersuchung nach, und zwar am Beispiel einer 2. Realschulklasse mit Schüler/innen aus zwölf verschiedenen Herkunftsnationen in Zürich. Kulturelle Identität ist primär gelebte Alltagspraxis, sie entwickelt sich in Prozessen des Aushandelns, Vergleichens und Bewertens. Wie gehen die Jugendlichen damit um, dass sie aus soziokulturell unterschiedlichen Feldern stammen, unter welchen Umständen wird ihre Herkunft zur Last und wann zur Ressource? Die Untersuchung zeichnet ein Bild von Jugendlichen, die sich – im Austausch mit anderen Jugendlichen, beeinflusst von Medien und gesellschaftlichen Diskursen – kulturelle Symbole und Systeme aneignen, um sich in ihrem sozialen Umfeld zu behaupten und zu einer akzeptablen Position zu gelangen. Die Beschreibung geht nahe an die Schüler/innen heran und zeigt sie aus einer unspektakulären Alltagsperspektive, die den Blick frei macht für die feinen und komplexen Verhandlungen rund um eine sich bildende Identität.

Die Autorin zeigt dabei auf, dass die Entwicklung kultureller Identität bei Kindern von Migrant/innen nicht primär als «Sonderfall» untersucht werden muss, und geht ein auf die wichtige Rolle der Anerkennung in diesem Prozess.

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Bd. 11: Gabriela Mattmann: Die Roten und die Schwarzen.

Cover Band 11
Cover Band 11

Die Gemeinde Rain und ihre Musikvereine. Zürich: Chronos 2002.

191 S., ISBN 3-908784-00-X

Im Kanton Luzern, in der «Hochburg der Blasmusik», entstanden in einigen Gemeinden aus politischen Gründen zwei Musikvereine. Am Beispiel von Rain fragt die Volkskundlerin Gabriela Mattmann nach der historischen und der gegenwärtigen Bedeutung dieser Vereine für Mitglieder und Gemeinde. Die facettenreiche Untersuchung beleuchtet die politische Dimension des Phänomens ebenso wie soziale und kulturelle Einzelaspekte des Vereinslebens. Exemplarisch werden Motivationen, Engagement und Generationenverhältnis in einem Schweizer Blasmusikverein im Spannungsfeld zwischen musikalischer Verwirklichung, Geselligkeits- und Integrationswünschen dargestellt.

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Bd. 10: Barbara Richner: Plattenberger, Bätsch und Lager.

Cover Band 10
Cover Band 10

Die erinnerte Schieferindustrie von Engi/Glarus. Zürich: Chronos 2001.

2. Aufl. 2002, 177 S., 10 Fotos, ISBN 3-952 1084-9-9

In Engi/Glarus wurde über einige hundert Jahre Schiefer unter Tag abgebaut. Seine Blütezeit hatte dieser Industriezweig im 19. Jahrhundert. Die schwindende wirtschaftliche Bedeutung des Schiefers im 20. Jahrhundert führte dann allerdings zur Schliessung des Bergwerks 1961, und die Schieferindustrie geriet beinahe in Vergessenheit. Ein Interesse an ihrer Geschichte formierte sich im Rahmen der Bestrebungen zur touristischen Erschliessung des Plattenbergs in den 1990er Jahren. Die vorliegende Arbeit präsentiert eine kulturwissenschaftliche Perspektive auf die Engeler Schieferindustrie im Rahmen eines Oral-History-Projektes. Auf der Basis von Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wird ein facettenreiches Bild der Lebens- und Arbeitswelt von Schieferindustrie-Arbeitern und ihren Familien in den letzten Betriebsjahrzehnten des Bergwerks aufgezeigt. Dies geschieht vorwiegend aus der Erfahrungsperspektive der Erzählenden. In diesem Buch wird also nicht primär die Beschreibung einer typischen Schieferbergbau-Kultur in Engi angestrebt, sondern ein Zugang zu den sich wandelnden Wahrnehmungen der Schieferindustrie im Laufe der Zeit.

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Bd. 9: Karin Moser: "Hier muss ich mich als Lesbe nicht erklären".

Cover Band 9
Cover Band 9

Ethnographische Zugänge zur Lesbenkultur im Frauenzentrum Zürich. Zürich: Chornos 2001.

248 S., ISBN 3-952 1084-8-0

Als sich Ende der 1960er Jahre Lesben innerhalb der Homosexuellen- und Frauenbewegung zusammenschlossen, ging es ihnen darum, ihre gesellschaftlich stigmatisierte Identität neu zu bestimmen und ihr auf umfassende Weise Ausdruck zu verleihen. Einer breiteren Öffentlichkeit ist kaum bekannt, dass daraus eine Lesbenkultur geschaffen wurde, die sich über alle Lebensbereiche erstreckt. Eine zentrale Funktion nahm und nimmt hierbei für die Schweiz und speziell für Zürich das Frauenzentrum Zürich (FZ) ein. In einer ethnographisch ausgerichteten Arbeit stellt Karin Moser historische Veränderungen von Fremd- und Selbstkonzepten lesbischer Existenz, Coming Out-Prozesse und die Entwicklung der Lesbenkultur insbesondere in der Stadt Zürich und im Frauenzentrum dar, untersucht lesbenspezifische Gruppierungen und Aktivitäten, Motive der Nutzerinnen, ihre Definitionen lesbischer Identität und damit einhergehende Handlungsstrategien. Sie fragt danach, wieweit das Lesbischsein oder andere Faktoren gemeinschaftsbildend sind und wo sich Lesben untereinander und gegenüber anderen abgrenzen.

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Bd. 8: Gabriela Muri: Aufbruch ins Wunderland?

Cover Band 8
Cover Band 8

Ethnographische Recherchen in Zürcher Technoszenen 1988–1998. Zürich: Chronos 1999.

240 S., Zahlreiche Farb- und Schwarzweiss-Abb., ISBN 3-952 1084-7-2

Mitte der 90er Jahre ist Techno zu einem Modebegriff geworden und hat in den letzten zehn Jahren die Öffentlichkeit und vor allem die Massenmedien bewegt. Die Autorin schildert einerseits Techno im allgemeinen Kontext der Jugendkulturen seit den 50er Jahren und seine Entwicklung als Musikstil. Im Hauptteil der Arbeit kommen die RaverInnen, DJs, VeranstalterInnen und SzenenkennerInnen aufgrund von ausführlichen Interviews selbst zu Wort. Dabei werden Themen wie der Rave und seine Vorbereitungsrituale, die Gestaltung der Szenenlokale, soziale Beziehungen, Selbstdarstellung, Kleider, Körpersprache, Tanz, Geschlechterrollen, Erotik und Sexualität, Drogen, politische Einstellung und die Street Parade in ihrer Entwicklung zum sommerlichen Volksfest behandelt. Der Aussage vieler RaverInnen, dass die Technobewegung frei von Regeln sei, widerspricht eine beobachtbare grosse Vielfalt an Regeln und Kodierungen, vor allem im Bereich nonverbaler Kommunikation. Die so entstehende Innensicht der einzelnen Szenen wird im abschliessenden Teil der von den Medien geprägten Aussensicht der Technoszene(n) gegenübergestellt und kritisch hinterfragt. Die RaverInnen haben aus dem reichen Fundus der Medien, der Werbung und der visuellen Kultur der (Erwachsenen-)Gesellschaft hochentwickelte Formen der Selbstinszenierung in perfektionierte Ereigniskultur umgesetzt, die sie zeitlich und räumlich beschränkt – im hier und jetzt für ein Wochenende –stimmungsvoll inszenier(t)en.

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Bd. 7: Jacqueline Schärli: Die heile Welt der Blütentropfen.

Cover Band 7
Cover Band 7

Funktion und Bedeutung der Bachblütentherapie als Beispiel einer alternativen Heilmethode. Eine Ethnographie. Zürich: Chronos 1998.

142 S., ISBN 3-9521084-6-4

In zahlreichen Kursen und Büchern wird die Grundidee des walisischen Arztes Edward Bach vermittelt, mit Blütenessenzen «negative» Gefühle in «positive» zu verwandeln. Die Bach-Blütentherapie boomt. Jacqueline Schärli hat sich in ihrer volkskundlichen Analyse dem Phänomen «Bach-Blüten», das immer mehr Einfluss auf die Medizin gewinnt, kritisch genähert und dabei festgestellt, dass es vor allem Frauen sind, die sich mit dieser Alternativmedizin beschäftigen. In Interviews mit 17 Personen zwischen dreissig und sechzig Jahren hat sie vor allem die Fragen nach dem Zugang zur Therapie, die Einstellung zu Gesundheit und Krankheit sowie zu Spiritualität und Politik gestellt. Die Bach-Blütentherapie bietet sich vor allem im Augenblick der Krise an, weil sie einen Sinneswandel verspricht und Nachdenken über das Symptom verlangt: Krankheit bedeutet hier etwas und macht Sinn. Die gesteigerte Verwendung dieser Therapie weist nach Schärli auf Bedürfnisse hin, die von der Schulmedizin nicht mehr gedeckt werden.

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Bd. 6: Brigitte Stucki: Frauen in der Landwirtschaft heute.

Cover Band 6
Cover Band 6

Bäuerinnen im Kanton Zürich zwischen Lebenswelt und Berufsdenken. Zürich: Chronos 1998.

303 S., mit zahlreichen Abb., ISBN 3-9521084-5-6

Gegenstand von Brigitte Stuckis Untersuchung über die aktuelle Situation von Bäuerinnen im Kanton Zürich sind die Themenkreise Familie, Arbeitswelt, soziale Beziehungen und individuelle Freizeitgestaltung, das Verhältnis der Bäuerinnen zur nichtbäuerlichen Gesellschaft und ihre Einstellung zu Umweltfragen. Entgegen landläufiger Auffassung sind die Bäuerinnen nicht besser vorbereitet als die Bauern, das Steuer in Richtung einer umweltverträglicheren Landwirtschaft oder einer marktgerechten Produktion zu lenken. Stuckis Buch zeigt auch, dass viele von ihnen in der gegenwärtig unsicheren Situation in der Landwirtschaft unvermittelt in die Rolle von Hoffnungsträgerinnen gelangen.

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Bd. 5: Katharina Kofmehl-Heri: Von der Armenspeisung zur Stadtküche.

Cover Band 5
Cover Band 5

Entstehung und Entwicklung einer sozialen Institution der Stadt Zürich. Zürich: Chronos 1997.

179 S., 32 Abb., ISBN 3-9521084-4-8

Essen und Trinken gehören zu den vitalsten Bedürfnissen des Menschen. Gerne vergessen wir angesichts des heutigen Überflusses, dass selbst im reichen Zürich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln nicht für alle Bevölkerungskreise selbstverständlich war. Im 19. Jahrhundert organisierten private Vereinigungen die Armenspeisung. Durch den Ersten Weltkrieg wurden durch die Stadt betriebene und finanzierte Notküchen für breite Bevölkerungskreise zur Notwendigkeit. Diese Einrichtung -- seit 1919 mit dem Namen Volksküche der Stadt Zürich -- leistete bis zum Zweiten Weltkrieg einen wichtigen Beitrag an die Ernährung der Bevölkerung. Seither wandelt sich ihre Funktion von einer ökonomischen immer stärker hin zu einer soziokulturellen: Die Stadtküche versorgt heute Horte und Altersheime, unterstützt mit ihrem Mahlzeitendienst die Unabhängigkeit älterer Menschen und bietet mit ihren Cafeterias Kontaktmöglichkeiten im Quartier.

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Bd. 4: Felicitas Oehler: Im Kleinen ganz gross.

Cover Band 4
Cover Band 4

Ostereier, Scherenschnitte und Naive Malerei in der Schweiz heute. Zürich: Chronos 1997.

359 S., 60 z. T. farbige Abb., ISBN 3-9521084-3-X

Künstlerische und kunsthandwerkliche Beschäftigungen erleben seit den 1970er Jahren einen Boom. Das kreative Schaffen ist eine von vielen Möglichkeiten, auf veränderte Lebensbedingungen -- Rationalisierung der Arbeitsplätze, Technisierung des Alltags, Verstädterung etc. -- zu reagieren und die immer wichtiger werdende Freizeit zu gestalten. Ostereier, Scherenschnitte und Naive Malerei kennen eine lange Tradition, haben aber auch wesentliche Veränderungen erfahren: die Techniken haben sich verfeinert und erweitert, die Motive sind zahlreicher geworden, die heutigen Künstlerinnen und Künstler arbeiten professioneller. Sie schliessen sich in Gruppen und Vereinen zusammen, stellen ihre Werke an Ausstellungen vor, organisieren Märkte und bemühen sich um die Verbreitung der Kunst. Und sie haben Erfolg damit.

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Bd. 3: Danièle Lenzin: "Folklore vivat, crescat, floreat!"

Cover Band 3
Cover Band 3

Über die Anfänge der wissenschaftlichen Volkskunde in der Schweiz um 1900. Zürich: Chronos 1996.

190 S., ISBN 3-9521084-2-1

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden in Europa zahlreiche volkskundliche Fachvereine gegründet, um der Erforschung des «eigenen Volkes» eine wissenschaftliche Grundlage zu geben. Die Gründungsversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde fand im Mai 1896 statt. Die vorliegende Arbeit zeigt, wie es zu der Gründung kam, wer die Initianten und die ersten Gesellschaftsmitglieder waren und in welchen politischen, sozialen und kulturellen Kontext sie zu stellen sind. Ferner werden wichtige Systematisierungen und theoretische Debatten der deutschsprachigen Volkskunde um 1900 sowie das Konzept «vulgus in populo» von Eduard Hoffmann-Krayer, dem bedeutendsten Schweizer Volkskundler der damaligen Zeit, vorgestellt und diskutiert.

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Bd. 2: Helen Arnet: Maria Lourdes Seebach -- das "kleine Lourdes" in Zürich.

Cover Band 2
Cover Band 2

Eine qualitative Untersuchung zur Alltagsreligiosität der Gegenwart im städtischen Raum. Zürich: Chronos 1996.

144 S., Abb., ISBN 3-9521084-1-3|

«Wallfahrt» und «Grossstadt» – zwei Phänomene, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten. In Seebach, einem Quartier im Norden von Zürich, stossen diese beiden Pole aufeinander und verlieren einiges von ihrer Unvereinbarkeit. Im Verlauf von sechzig Jahren ist dort ein regionaler Wallfahrtsort im städtischen Gebiet entstanden, der die Bedürfnisse vieler Pilgerinnen und Pilger zu befriedigen scheint. Die vorliegende Arbeit will Aufschlüsse über die historischen Entstehungsbedingungen der Seebacher Lourdes-Grotte geben sowie deren momentanen Zustand in einer Wallfahrts-Ethnographie erfassen.

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Bd. 1: Waltraut Bellwald: Wohnen und Wohnkultur.

Cover Band 1

Wandel von Produktion und Konsum in der Deutschschweiz. Zürich: Chronos 1996.

319 S., Abb., ISBN 3-9521084-0-5, vergriffen

Wohnkultur entsteht aus dem Umgang der Menschen mit Dingen. Deshalb stehen Tisch und Stuhl, Schrank und Kommode als Zeichen von Identität, Distinktion und Selbstdarstellung, aber auch von individuellen Einstellungen und gesellschaftlichen Wertsetzungen. Wohnen und Wohnkultur werden in diesem Buch dargestellt als Auseinandersetzung der Menschen mit ihrer alltäglichen Lebenselt. Da Wohnkultur aber nicht nur Einrichten bedeutet, sondern auch Produktion, Vermittlung und Handel umfasst, wird die Entwicklung der schweizerischen Möbelindustrie in ihren Grundlinien aufgezeigt. Schon seit der Jahrhundertwende stammt ein beträchtlicher Teil der in der Schweiz verkauften Einrichtungsgegenstände aus dem Ausland, daher fehlt eine «schweizerische» Wohnkultur im Sinne eines typischen Einrichtungsstils. Als spezifisch deutschschweizerische Ausprägung von Wohnkultur wird das Phänomen Heimatstil untersucht.