Universität Zürich
Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft
Offene Stellen am ISEK – Populäre Kulturen

Hilfsassistent:in 20 % am Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal

Stellenantritt 01.08.2026 oder nach Vereinbarung, befristet

 

Aufgaben
Die Aufgaben umfassen Literaturrecherche und -beschaffung, inhaltliche Recherchen, Transkription von Interviews, Korrekturlesen, Zuarbeiten für Forschung und Lehre einschliesslich der Erstellung und Bearbeitung von Scans und OLAT-Kursen. Die Stelle steht grundsätzlich Bewerbungen von Bachelor- und Masterstudierenden offen, bevorzugt werden jedoch fortgeschrittene Bachelorstudierende sowie Masterstudierende.

Bewerbungsfrist
07.06.2026 


Link zur kompletten Ausschreibung auf der Webseite

Wissenschaftliche Assistenz 70 %  am Lehrstuhl von Prof. Dr. Moritz Ege.

Stellenantritt 01.10.2026 oder nach Vereinbarung, befristet auf drei Jahre, verlängerbar auf bis zu sechs Jahre.

 

Aufgaben
  • Sie realisieren ein eigenes Forschungsprojekt im Bereich der Empirischen Kulturwissenschaft (Promotion).
  • Sie gestalten selbständig Lehrveranstaltungen im Umfang von zwei Semesterwochenstunden.
  • Sie unterstützen aktiv die Aufgaben der Professur und des Instituts und bringen Ihre Ideen und Kompetenzen ein.

Bewerbungsfrist
10.06.2026 


Link zur kompletten Ausschreibung auf der Webseite

Vitrine – Studierende Projekte

In der Juni-Vitrine stehen studentische Projekte im Fokus. Was wäre die Uni ohne Studierende und ihre Projekte? Das sind längst nicht nur klassische Seminararbeiten. Das ISEK – Populäre Kulturen bietet mehrere Formate mit experimentellem Charakter an – sei dies in Bezug auf Inhalte, Leistungsnachweise oder didaktische Lehrsettings. Eine Auswahl aus dem FS 26:

Die Filme, die im Rahmen der diesjährigen Summer School Ethnografischer Film entstehen, werden am 27. Juni um 11 Uhr im Kino Xenix öffentlich präsentiert. Das ist eine herzliche Einladung!

Ebenfalls mit Wasser beschäftigte sich der Workshop «Wasser Stadt Machen», der in einer Ausstellung im Dynamo mündete.

Im zweisemestrigen Master-Studienprojekt beschäftigten sich die Studierenden nicht nur mit dem Medium Podcast, sondern stellen auch selbst Podcasts her.
Mehr dazu im Herbst!
Das hier vorgestellte Projekt stammt aus dem Studentischen Kolloquium, das Masterstudierenden die Möglichkeit bietet, selbstorganisiert eine Lehrveranstaltung zu planen und durchzuführen. Lena Dennebouy und Angelika Kubinski ergriffen die Gelegenheit und boten im FS 26 das Kolloquium «Love Representations & Dating in the Age of Technological Reproducibility. Intimacy between Culture, Capital, and Swiping» an.

Livio Levin Gentile: 0 meters away – Grindr as a research field

 

Grindr, a dating app that launched in 2009, is primarily aimed at queer men. It was the first app to use geolocation: instead of relying on algorithms or broad interest filters, it sorts profiles based on proximity. The promise that your potential match could be just a few meters away draws millions of users to Grindr every day. This high concentration of users makes the app a rich source for analyzing current online dating practices: a living archive of how language, body, and space are renegotiated online.

The app is a melting pot for the most diverse desires. If the sky’s the limit: Grindr destroys our sky! Roommate listings, job offers, casual quick sex, serious relationships, bar tips, your neighbor two floors up: Everyone’s here! While Goethe, Marlene Dietrich, and the rest have long since passed away, Grindr is emerging as an app of contemporary poetry. Carefully curated emojis, acronyms, and codes create masterpieces. A visual language that blends mirror selfies, anonymous torsos, and advertisements immerses the user in a parallel world where time has no meaning. Profiles become haikus of desire, in which every word and every pictogram signifies either belonging or exclusion.

Despite the allure of this suggested boundlessness, the shadows cannot be overlooked: body shaming, racist filters, the pull of endless scrolling, monetization, and the dangers of geolocation. Grindr presents itself as both a stage and a mirror. A place where queer life is invented, stumbles, and is captured. A place that can provide both scientific and sexual information. A place with almost no limits.

PK Mitwirkung und Vorträge
Copyright Marlis Heyer
04. Juni 2026, 10:45 Uhr, Universität Zürich

Filmfeminismen: Von New York über den Jura bis nach Amsterdam

Vortrag von Gina Dellagiacoma

 

Ausgehend vom 1. Frauen-Film-Festival in der Schweiz 1975 zeichnet der Vortrag verschiedene transnationale Netzwerke und deren Bedeutungen für das damalige feministisch-filmische Schaffen nach: Die Frauen-Film-Schaffenden, die CH-Filmfrauen oder die Film Women International, die von New York über Grandval im Berner Jura bis nach Amsterdam verknüpft waren. Wie entstanden so neue Möglichkeiten zur Herstellung, Vorführung, Diskussion und Archivierung feministischer Filme? Der Vortrag von Gina Dellagiacoma findet im Rahmen der Konferenz des Gosteli-Archivs in Kooperation mit dem Schweizerischen Sozialarchiv statt. Die diesjährige Tagung findet am 04./05. Juni an der Universität Zürich statt und widmet sich den transnationalen Verflechtungen der Schweizerischen Frauenbewegung.

📅
13. Juni 2026, 11:00-17:00 Uhr, For, Teichgässlein 31, 4058 Basel
Magazin Release: Speed Loop Time Cheat

Herausgeber:innen: Valerie Keller, Matthias Liechti

Autor:innen: Kris Belden-Adams, Clara Chavan, Max Haiven, Marion Mangelsdorf

Der Release findet im Rahmen der Ausstellung «Racetrack» von Roman Selim Khereddine statt, aus der auch das Magazin «Speed Loop Time Cheat» hervorgegangen ist. Die Autor*innen greifen zentrale Themen der Ausstellung auf und vertiefen sie in ihren Beiträgen: Marion Mangelsdorf schreibt über die Ko-Evolution von Windhunden und Menschen, Max Haiven über Spekulation und neuen Faschismus im finanzialisierten Kapitalismus, Clara Chavan über Wettbewerb und Ungleichheit im Alltag von Spielenden und Kris Belden-Adams über Fotofinish-Technologien und ihre Rolle in Bildkultur und Überwachung.

 
Copyright Marlis Heyer
21. Juni 2026, 12.00-16.00 Uhr, Hirschengraben 62, 8092 Zürich

Voids and Voices

Workshop mit dem Archiv für Zeitgeschichte
Ideengeberin und Co-Projektleitung: Dina Wyler (ZIID)
Co-Projektleitung: Anna Fersztand (UZH)

Im Sommer 2026 erfolgt ein erster Workshop in Zusammenarbeit mit dem Archiv für Zeitgeschichte.

Wie finde ich Informationen zu Familienangehörigen, die während der Wirren des Zweiten Weltkriegs in Europa unterwegs waren? Oft wird innerhalb der Familie nicht oder zu wenig über die Familiengeschichte im Zusammenhang mit der Schoah, über die Flucht oder über ermordete Familienmitglieder gesprochen. Im Workshop im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich lernen wir, welche Möglichkeiten es gibt, Informationen zur eigenen Familiengeschichte zu finden. Neben der Dokumentationsstelle Jüdische Zeitgeschichte des Archivs für Zeitgeschichte werden verschiedene schweizerische und internationale Gedächtnisinstitutionen vorgestellt und aufgezeigt, in welchen Fällen sie weiterhelfen können.

Referentin: Sabina Bossert, Fachreferentin Jüdische Zeitgeschichte

📅
04.-06. Juni 2026, Aarhus, Denmark
Uprooting Futures? Queer Temporalities in Econarratological Texts

Vortrag von Jacqueline Heinzelmann

When characters coming of age turn plant instead of growing up, more than just societal expectations are uprooted. The radical transformation and its subsequent crossing of taxonomical boundaries largely untether the plant-turning characters from their age(ing): Bran in George R. R. Martin’s A Dance with Dragons (2011) gains the ability to “skinchange,” which allows him to enter the roots of weirwood trees and thus observe events of the past out of order in a narrative present. Similarly, Amy Goldsmith's Predatory Natures (2025) tells the story of Lara, who relives memories of her past with her previous toxic ex-boyfriend as she comes closer to releasing a mythological Blodeuwedd from her ancient curse. The cultural phenomenon of characters turning tree thus beg the questions: What happens to narrative when multiple different temporalities are imagined? And how might these temporalities inform the narrative(s) that enables us to live (for) an ecocritical future?

The 41st Narrative Conferenceof the International Society for the Study of Narrative
📅
16. Juni 2026, 14:30-16:00 Uhr, Institut für Europäische Ethnologie, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 40/41, D-10117 Berlin, Raum 408
Bevormundung? Paternalismusvorwürfe und Erziehungsansprüche in rechten Konfliktfeldern

Vorträge von Moritz Ege (UZH) & Stefan Wellgraf (HU Berlin)

Unter dem Titel «(New?) Paternalisms: Authoritative Practices in the Name of Doing Good» widmet sich das Kolloquium aktuellen Erscheinungsformen paternalistischer Praktiken und der Frage, wie sie in unterschiedlichen Feldern hergestellt, legitimiert oder zurückgewiesen werden.

Anmelde-Link zur Online-Teilnahme
📅
16. Juni 2026, 14:00-16:00 Uhr, Goethe-Universität Frankfurt, SH 4.101
Moving through Public Spaces While Black: Anglophone Fictions of Everyday Mobility of the African Diaspora in Germany

Gastvortrag von Claudia Sackl

Im Rahmen des Seminars «African Travel Writing» von Dr. Michelle Stork am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Goethe-Universität Frankfurt hält Claudia Sackl einen Gastvortrag zu englischsprachiger afrodiasporischer Gegenwartsliteratur aus Deutschland. Gemeinsam werden in der Sitzung ausgewählte Werke aus Perspektive der Mobility Studies betrachtet, um zu untersuchen, inwiefern die Texte Schwarze Figuren als alltägliche mobile Subjekte verhandeln und dabei über Praktiken und Politiken der (Im-)Mobilität im Zusammenspiel mit Regimen der Zugehörigkeit und Prozessen der Rassifizierung nachdenken.

Sprache: Englisch.

Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich.
📅
30. Juni 2026, Würzburg, Deutschland
Queer(ing) Time in Contemporary (Be)Coming-of-Plant Novels

Vortrag von Jacqueline Heinzelmann

When characters coming of age turn plant, more than just societal expectations are uprooted: The radical transformation largely untethers the plant-turning characters from their age(ing), and new temporalities are suddenly accessible to them. This presentation investigates how characters such as Lara from Amy Goldsmith's Predatory Natures (2025) or Math from Jenn Lyon’s Green & Deadly Things (2026) morph into queer vegetal beings and thereby upend expectations of a chrononormative, linear being in time. Freely transitioning between present, past, and future, these characters reimagine what it means to engage in queer(ing) time, thus showing how queer-theoretical approaches to temporality have always already included more-than-human ways of imagining potential futures.

 
Externe Veranstaltungen
📅
11.- 14. Juni 2026, Kino Riffraff, Neugasse 57, 8005 Zürich
Showtime! Musical Film Festival

Das Showtime! Musical Film Festival ist das erste Schweizer Filmfestival, das sich vollumfänglich dem Filmmusical-Genre widmet.

Unser Ziel ist es, grossartige Musicals aus allen Ländern und Epochen einem breiten Publikum zu eröffnen und dadurch unvergessliche Kinomomente zu schaffen. Denn Musik und Tanz verbinden; und das über Generationen, Sprachen und Kulturen hinweg!

Ganzes Programm
News

STUBE-Fernkurs für Kinder und Jugendliteratur

Im Oktober 2026 startet der STUBE-Fernkurs für Kinder- und Jugendliteratur in seinen 10. Jahrgang! Der viersemestrige Lehrgang führt nicht nur in die Kinder- und Jugendliteratur ein, sondern vertieft und systematisiert auch vorhandenes Fachwissen.

Als einzigartiges Projekt im deutschsprachigen Raum bereitet er unabhängig von Wohnort und Vorkenntnissen Grundlagen, Diskurse und Medienangebote im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur auf und gibt Anregung zur theoretischen Befassung ebenso wie zur Vermittlung. Dank des Netzwerkes der Absolvent*innen ist er in buchaffinen Branchen wie Bibliotheken, Verlagen oder Buchhandlungen bereits als empfehlenswerte Ausbildung etabliert

Als langjährige ehemalige Mitarbeiterin der STUBE hat Claudia Sackl mehrere Fernkursskripten (mit)verfasst. 

Dauer: 2 Jahre

Anmeldung bis 21. September 2026

Alle Informationen, Anmeldung und Skriptenproben auf der Website.

 

Medienbeiträge
Das schicke Geschlecht
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.05.26, NR.19, Gespräch mit Moritz Ege  –  Schmuck, Handtaschen und die Mutter als Stilvorbild: Männer um die 25 gehen heute offener mit Mode um, als das lange üblich war. Ein Shopping-Samstag.
Weiterlesen →
Publikationen
Claudia Sackl, Christine Lötscher 

Special Issue «Kulturkämpfe» in: dt. Fachpublikation für zeitgemässen Deutschunterricht, 5. Jahrgang, April 2026.

 

Claudia Sackl: Rassismuskritisch lesen. Gedanken zu einer immerwiederkehrenden Debatte.

Christine Lötscher: Ist Lesen Frauensache? Literatur, Gender und Politik.

 
Joachim Baur, Nora Sternfeld Hrsg. 2026, Beitrag Silvy Chakkalakal
Das radikaldemokratische Museum revisited
Handlungsräume für Bildung, Emanzipation und Öffentlichkeit

Verlag: transcript

In ihrem Beitrag «Hoffnung kontraintuitiv» befasst sich Silvy Chakkalakal mit der Herausforderung, angesichts einer «autoritären Wende» und globaler Krisen eine hoffnungsvolle universitäre Lehre an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit zu gestalten. Sie schlägt «Kontraintuitivität» als gegenkulturelle Strategie vor, die darauf abzielt, das Normalisierte zu defamiliarisieren und neue Handlungsspielräume zu eröffnen.

Am Beispiel eines ethnographischen Master-Studienprojekts zur Untersuchung der Planungsprozesse im Berliner Humboldt Labor während der Corona-Pandemie analysiert sie die Transformationen des Öffentlichen und des Politischen. Mit Eve Kosofsky Sedgwicks Unterscheidung zwischen «paranoidem» und «reparativem» Lesen reflektiert sie, dass paranoide Lesarten Machtstrukturen entlarven, reparative Forschung hingegen nach verbindenden und ermöglichenden Strukturen sucht. Abschließend plädiert sie für eine engagierte Wissenschaft, die Hoffnung als notwendigen Akt des Widerstands begreift.

Das Buch ist hier Open Access verfügbar.
Friederike Faust, Alik Mazukatow, Klara Nagel und Todd Sekuler, Hrsg. 2026, Beitrag Silvy Chakkalakal

Queer-ethnografische Potenziale

Fragile Intimität, radikale Reflexivität, gestörte Repräsentation 
Verlag Barbara Budrich

Silvy Chakkalakals Beitrag «Ethnografische (Auto)Fiktion und der unauflösbare Widerspruch von Immersion und Distanz» befasst sich mit den Potenzialen queer-feministischen Schreibens und autoethnografischer Wissensformen in der Empirischen Kulturwissenschaft/Europäischen Ethnologie. Im Zentrum steht die Frage, wie die alltagsweltliche Erforschung von Sexualität und Intimität das Fach methodisch-epistemisch herausfordert.

Die Autorin untersucht das Verhältnis von Literatur und Ethnografie, das durch spekulative Montagen und kritische Fabulationen als produktiver Erkenntnisraum erschlossen wird. Dabei analysiert sie die «brutale Dialektik» zwischen Immersion und Distanzierung im Forschungsprozess. Dieses spannungsgeladene Widerspruchsverhältnis lehnt sowohl eine naive Hingabe an die Empirie als auch eine rein distanzierte Theorie ab. Ein weiterer Fokus liegt auf der Sichtbarmachung von Begehrensökonomien und kolonialen Kontinuitäten.

Das Buch ist hier Open Access verfügbar.
Universität Zürich

Institut für Sozialanthropologie und Empirische
Kulturwissenschaft
Populäre Kulturen

Affolternstrasse 56

8050 Zürich


pk-kommunikation@isek.uzh.ch
www.isek.uzh.ch
linkedin
 
linkedin
 
 
 
Newsletter abmelden ›
Impressum - Accessibility - Datenschutzerklärung