Universität Zürich
Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft
PK-Veranstaltungen im März
Copyright Marlis Heyer
04. März 2026, 18.30 Uhr, AFL E-015
Die Lücken füllen

Marlis Heyer - Verhandlungen Lausitzer Zukünfte zwischen post- und patchy


Im Osten Deutschlands liegt die Lausitz, eine Exnovationsregion unter Innovationsdruck‘. Zu DDR-Zeiten wichtiger Wirtschaftsstandort durch Braunkohleabbau und seine Folgeindustrien, macht die Region in den letzten Jahrzehnten vor allem Negativschlagzeilen: Massenarbeitslosigkeit, Rückbau ganzer Stadtviertel, Bevölkerungsverlust. Die Lausitz scheint dauerhaft im Krisenmodus, und nahezu alle Lösungsansätze verweisen nicht etwa auf Zukünfte, sondern in die Vergangenheit. Auf der Suche nach Perspektiven, die die Region nicht nur unter dem Vorzeichen diverser „post“-Paradigmen betrachten, haben gerade Stimmen aus der sorbischen Minderheit, selbst vielmals auf Traditionen und Vergangenes reduziert, viel zu bieten. Der Vortrag lädt dazu ein, eine Region in Transformation kennenzulernen. Mit Ansätzen aus der Anthropozän-Forschung sucht er nach dem Platz für Hoffnung in einer ausgebeuteten Landschaft und folgt sorbischen Stimmen auf der Suche nach Veränderungen jenseits etablierter Zuschreibungen und Kategorien.

Agenda
 
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18. März 2026, 18.30 Uhr, AFL E-015

Contested Futures: The Legacy of the Euromaidan among Political Activists in Ukrain

Emily Channell-Justice


This presentation draws from ethnographic research with Ukrainian leftist, feminist, and student activists in Kyiv to argue that “self-organization” has changed the nature of Ukrainian society since 2014. Self-organization was a key component of the 2013-2014 Euromaidan mobilizations in Ukraine, which resulted in the overthrow of the Viktor Yanukovych regime and marked a distinctive moment in Ukraine’s post-independence period. The concept came to be used by diverse groups of protesters during Euromaidan, including far-right organizations, to indicate any kind of political action that was not connected to existing political parties—in other words, without the state. On the one hand, the wide expansion of self-organization during the Euromaidan protests allowed activists to envision a world based on mutual aid and diverse political points of view. On the other, the reliance on self-organized responses to internal displacement and war mobilization in 2014 meant that state institutions were largely not reformed after Maidan. This presentation explores the ways activists engaged with to these two processes: their own (often unfulfilled) visions for the future, and the disappearance of possibilities for real reform. In the years after the Euromaidan, many activists concluded the protest movement failed; however, more than ten years on, we can consider more positive assessments of the long-term effects of the mobilizations—not only for activists, but for Ukraine more broadly.

 

The evening has been organised in collaboration with GNIP, an activist group who supports left-wing soldiers on the front line in Ukraine. After the lecture, Emily Channell-Justice and Tatjana Retiukhina, a GNIP activist, will lead a short panel discussion. The floor will then be opened to the audience. Moderation: Olga Reznikova


Agenda
 
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25. März 2026, 18.30 Uhr, AFL E-015
Krise, Kritik und misstrauische Gemeinschaften

Sarah Speck


Der Vortrag basiert auf einem Forschungsprojekt zur Produktion verschwörungstheoretischen Wissens im deutschsprachigen Raum (D/Ö/CH), das mittels verschiedener methodischer Zugänge verschwörungstheoretische Milieus in den Blick nimmt. Welche Form von Gesellschaftskritik artikuliert sich in diesen Milieus? Auf welche Weise vollzieht sich hier Gemeinschaftsbildung und welche normativen Horizonte zeigen sich im Material? Unsere Befunde ergänzen Debatten um gegenwärtigen politische Autoritarisierungstendenzen und politische Konflikte um Zukünfte um ein komplexeres und dynamisches Verständnis von Krisenbewältigungsprozessen.


Agenda
 
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01. April 2026, 19.00 Uhr, Olivenhalle

Zukunftsbilder: Zukunft bilden, Zeit praktizieren

Silvy Chakkalakal und Christine Lötscher im Gespräch

Bilder einer im Flammeninferno versinkenden Welt oder von spektakulären Raumschiffen sind nur zwei Beispiele für Zukunftsimaginationen in der (gegenwärtigen) Popkultur. Die Beschäftigung mit ästhetischen Praktiken verdeutlicht, dass Zukünfte nicht einfach existieren, sondern stets aufs Neue dargestellt werden. In diesem Verständnis wird Zeit praktiziert und hervorgebracht. Ausgehend von dieser Prämisse widmet sich das Gespräch zwischen Silvy Chakkalakal, Christine Lötscher und Gina Dellagiacoma (Moderation) den unterschiedlichen Feldern, auf denen Zukünfte gestalterisch hervorgebracht werden. Das Gespräch verläuft entlang diverser Bild- und Praxisbeispielen: Silvy Chakkalakal beschäftigt sich seit längerem mit Praktiken des Zeit-Machens und des Spekulierens. Sei dies in afrofuturistischen Werken, in kulturwissenschaftlicher Theoriegeschichte oder auf der Kochi-Muziris Biennale, die sie zurzeit ethnografisch beforscht. Christine Lötscher wiederum beschäftigt sich mit Coming-of-Age-Erzählungen, die junge Erwachsene als ‘Zukunft’ der Gesellschaft figurieren und die zugleich von ihrem Aufwachsen angesichts einer als krisenhaft empfundenen Zukunft handeln. Welche Utopien oder Dystopien des Politischen werden in den künstlerischen Praktiken mit-verhandelt? Und wie wird Zukunft als fragiler und umkämpfter Imaginations- und Handlungsraum entworfen? 

 

Das Gespräch findet im Anschluss an die Mitgliederversammlung der Empirischen Kulturwissenschaft Schweiz – Sektion Zürich statt und wird von einem Apéro begleitet. Die Mitgliederversammlung der EKWS – ZH beginnt bereits um 18:00 im Raum AFL-E-0015 – wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen!   


Agenda
 

Die Veranstaltungen werden regelmässig in der UZH-Agenda der Populären Kulturen aufgeschaltet.

Stellenausschreibung

Das ISEK – Ethnologie sucht eine:n Informatik-Spezialist:in zur Sicherstellung eines stabilen, sicheren und effizienten IT-Betriebs in enger Zusammenarbeit mit der Universität Zürich.


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Weitere Informationen zur Stelle

Lehrstuhl-Vitrine

Prof. Dr. Christine Lötscher

Professur für Populäre Literaturen und Medien mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien

In der aktuellen Lehrstuhl-Vitrine steht die Professur von Prof. Dr. Christine Lötscher im Mittelpunkt. Präsentiert werden aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen, Mitarbeitende sowie laufende Dissertationsprojekte.

Schwerpukte

An der Schnittstelle von Empirischer Kulturwissenschaft und Literatur- bzw. Medienwissenschaft widmet sich das Team der Professur unterschiedlichen Formen des populären Erzählens sowie ästhetischen Praktiken im digitalen Zeitalter. Im Zentrum steht die Kulturanalyse populärer Genres und Ausdrucksformen als Aushandlungsräume aktueller Konflikte  - in transmedialer, multimodaler, ökokritischer und psychoanalytischer Perspektive.

Das laufende SNF-Projekt Ökopassionen (2024-2028) untersucht Narrative, Imaginationen und Figurationen des Erwachsenwerdens in Krisenzeiten. Die drei emotional aufgeladenen Schlagworte »Jugend«, »Medien« und »Klima/Ökologie« verbinden sich in fiktionalen Formaten zu Erzählungen, in denen existentielle Fragen und Widersprüche über die ästhetische Gestaltung erfahrbar werden. Das Projekt untersucht, welche Konzepte von Jugend in populären Medien der Gegenwart zirkulieren und wie sie mit Narrativen rund um Klima und Biodiversität verbunden sind. 

Im Rahmen des Projekts entstehen zwei Dissertationen (Willem Conrad und Jacqueline Heinzelmann) sowie die Monografie "Dämonenkaraoke. Coming of Age im Anthropozän" (Christine Lötscher), die sich mit der Engführung von populären Erzählmustern und Aporien des Erwachsenwerdens in TV-Serien von Buffy bis Stranger Things befasst. 

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt fragt nach den Denk- und Handlungsspielräumen, die populäre Medien in einem restriktiver werdenden politisch-pädagogischen Umfeld bieten. Er nimmt analoge und digitale ästhetische Praktiken des Lesens und Schreibens in den Blick, zwischen Literaturbetrieb und Fankulturen, Liebesromanen und Beziehungsratgebern, Dating Apps und Bibliotheken, Bastelpraktiken und sozialen Netzwerken, namentlich BookTok, BookTube und Bookstagram.

Schreibweisen
 
In diesem Zusammenhang ist 2026 der Band Schreibweisen. Autorschaft, Schreibpraktiken und -formate im Feld der Kinder- und Jugendmedien erschienen. Er widmet sich einerseits in grundlegenden Beiträgen mit dem kinder- und jugendliterarischen Feld, exploriert Konzepte von Autor:innenschaft und beschäftigt sich in Fallstudien mit Autor:inneninszenierungen in historischer und aktueller Perspektive.
Das ISEK – Populäre Kulturen hat vier Beiträge beigesteuert:

- Claudia Sackl: Schreibpraktiken des Performativen: Bedeutungen und Bewegungen des Schreibens im transmedialen Spannungsfeld der Spoken-Word-Literatur
- Manuela Kalbermatten: Schreiben, Performativität und Geschlecht in Tagebuchromanen für junge Leser*innen
- Ingrid Tomkowiak: „Just sit down and write“? Schreibszenen in Biopics über Autor:innen von Kinder- und Jugendliteratur
- Christine Lötscher: „Und zu Weihnacht kommt eine Kindergeschichte“. Johanna Spyri als Akteurin im literarischen Feld des späten 19. Jahrhunderts
 
Vorlesung zur Kinder- und Jugendmedien und Politik

Für das Herbstsemester 2026 plant das Team der Professur aus aktuellem Anlass gemeinsam eine Vorlesung zur Kinder- und Jugendmedien und Politik. Anhand zentraler historischer Stationen – von der Aufklärung über die Reformpädagogik bis zu den aktuellen „Book Bans“ in den USA – wird nachgezeichnet, wie eng politische, pädagogische und ästhetische Fragen miteinander verflochten sind. Im Zentrum steht die historische Spannung zwischen Emanzipation und Kontrolle, die die Entwicklung von Kinder- und Jugendmedien bis in die Gegenwart prägt.
Team

Willem Conrad ist Mitarbeiter des SNF-Projekts „Ökopassionen. Coming of Age im Anthropozän“ und schreibt in diesem Rahmen eine Dissertation über Die Spur des Kindes in der Katastrophe. Im Zentrum der Arbeit stehen fünf fiktionale Filme, in denen kindliche Protagonist:innen der Gewalt krisenbehafteter Welten ausgesetzt sind und darin verschwinden. Dieser Problemlage begegnet Willem mit medienphilosophischen Fragestellungen, die die filmische Konstruktion der Figur des Kindes inmitten der Katastrophe thematisieren. Katastrophe wird dabei nicht als singuläres Ereignis, sondern als narratologischer und ästhetischer Modus verstanden, womit die unterschiedlichen Kontexte der Filme – die von ökologischen Zwangslagen bis hin zu Fluchtszenarien reichen – vereint und in einen produktiven Zusammenhang gesetzt werden sollen. Als ein entscheidender Moment entpuppt sich dabei das Versagen der erwachsenen Figuren, die katastrophischen Welten in geeigneter Form zu vermitteln. Das resultiert in der Blösse des Kindes gegenüber diesen Welten, was den Blick auf die Gestaltung seiner Leiblichkeit, Verletzlichkeit und schliesslich seines Verschwindens lenkt. Die Arbeit versucht so zu zeigen, dass das Kind und sein Leid als epistemische Schlüsselfiguren dienen, mit denen die Filme die Katastrophe nicht nur abbilden, sondern auch erkennbar machen und die Position der Zuschauer:in problematisieren.

Anna Fersztand nutzt in ihrer Dissertation Postmigrant Perspectives ihre eigene Position als Angehörige der dritten Generation eines Holocaustüberlebenden als Wissens- und Erfahrungshorizont, um im Sinne der multidirektionalen Erinnerung  (Rothberg 2009) ein dialogisches Verständnis der Auswirkungen der Zwangsmigration infolge der Jugoslawienkriege (1991–2001) auf die zweite Generation in der Schweiz zu entwickeln. Ausgehend von der Annahme, dass Verlusterfahrungen von Flucht und Migration generationenübergreifend wirken, verbindet sie Wissen über Holocaust, Migration und Nachkriegserfahrungen nicht konkurrierend, sondern wechselseitig erschließend und produktiv erweiternd.
Methodisch basiert das vom SNF geförderte Doc.ch-Projekt auf einem videografisch-partizipativen Ansatz, der epistemisches Zuhören – abgeleitet aus der psychoanalytischen Praxis der gleichschwebenden Aufmerksamkeit (Freud 1912) – mit Video-voice  (Wang and Burris 1997) kombiniert, um einen Raum zu schaffen, in dem Unsagbares und biografische Spurensuche sichtbar werden können. Indem Migration nicht als Forschungsgegenstand, sondern als Forschungsperspektive verstanden wird, trägt die Arbeit durch visuelle, partizipative und ethnografische Verfahren zu einem neuen Verständnis der postmigrantischen Schweizer Gesellschaft (Espahangizi 2018) bei und leistet zugleich einen methodischen Beitrag zu den Kultur- und Postmigrationsstudien.

Jacqueline A. Heinzelmann arbeitet im Rahmen des vom SNF geförderten Projekts «Ökopassionen» an einem Dissertationsprojekt zu Coming-of-Age-Erzählungen, in denen sich Menschen in Pflanzen verwandeln. Was aus Perspektive der (menschlichen) Gesellschaft zunächst als Abwendung erscheinen mag, entpuppt sich für die Individuen als zentraler Moment einer Transformation: herkömmliche Verbindungen werden gekappt und neue Anknüpfungen ermöglicht. So ist Wachstum ein wichtiger Bestandteil eines Werdensprozesses, der nicht eindeutig von seiner Umwelt unterschieden werden kann. Momente der (Pflanzen-)Transformation wachsen und wuchern über die Individuen hinaus und wirken auf die Erzählsweise(n) der untersuchten Werke ein, wobei das Vegetale jeden Versuch, es herkömmlich zu erzählen, untergräbt. Im Angesicht mensch-pflanzlicher Hybride scheitern also unsere Vorstellungen von linearem Wachstum, linearer Zeitlichkeit, und linearem Erzählen, was wiederum pflanzliche Interventionen in unseren körperlichen Alltag hervorstechen lässt. Das populärkulturelle Phänomen fungiert somit als Bindeglied zwischen ökologischer Kritik, spekulativem Erzählen, und radikal queeren Lebensweisen, das uns bereits heute auf alternative Zukünfte vorbereitet.

Sie ist Mitglied des Zurich Science Fiction Networks ZSNF sowie des Swiss Literary PhD Networks.

Claudia Sackl ist Assistentin für Populäre Literaturen und Medien mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien. Sie arbeitet an einem Dissertationsprojekt zu zeitgenössischen afrodiasporischen Literaturen im deutschsprachigen Raum. Unter dem Titel Black Literary Net:works. Poetics and Politics of E:motion in Twenty-First Century Afrodiasporic Literatures in Germany, Austria and Switzerland erforscht sie, wie Regime der Mobilität, Politiken der Zugehörigkeit und Regime des familialen Gefühls im literarischen Feld und in den untersuchten literarischen Werken verhandelt werden. Der Begriff des literarischen ‘Netz:werks’ wird dabei sowohl auf inner- als auch auf ausserliterarischer Ebene nutzbar gemacht, um die relationalen Poetiken und Politiken der Texte und Akteur*innen herauszuarbeiten. 

Zu Claudia Sackls Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen neben den Black German Studies, Postcolonial Studies und Critical Race Narratology auch Spoken Word sowie Kinder- und Jugendmedien. Claudia Sacklist zudem Mitgründerin des Forum Kinder- und Jugendmedien für Early Career Wissenschaftler*innen (FKJM) und Vorstandsmitglied von DocNetCH – Swiss Literary PhD Network. 

Darüber hinaus ist sie auch in der ausseruniversitären Wissensvermittlung tätig – u. a. als Redaktionsmitglied für das Verzeichnis Kolibri – Kulturelle Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern (Baobab Books), als Expertin im Projekt Feministische Leseliste der ≠igfem (IG feministische Autorinnen), sowie als Leiterin von Fortbildungen und Sprecherin auf Podien zu Anti-Rassismus, Gender und LGBTQIA+ in Kinder- und Jugendmedien. 

DocNetCH

Jacqueline Heinzelmann und Claudia Sackl sind Mitbegründerinnen und Vorstandsmitglieder von DocNetCH – Swiss Literary PhD Network. Es handelt  sich dabei um ein neugegründetes schweizweites selbstorganisiertes Netzwerk für Doktorand:innen, die sich mit Literaturanalyse befassen. Ziel ist es, einen Ort für das Austauschen von Ideen, das Aufbauen eines breiteren Unterstützungssystems und das Kennenlernen von Kolleg:innen mit ähnlichen Projekten und Interessen auch ausserhalb unserer eigenen Universitäten zu schaffen.

Vorstand: Jacqueline Heinzelmann, Tamara Imboden, Claudia Sackl, Nastacia Schmoll

Podcast

In der neuen Folge vom  Zéphir Podcast (Host: Romanisches Institut der Universität Zürich) sprechen Salomé Perret und Jacqueline A. Heinzelmann (ISEK, Universität Zürich) über ihr Dissertationsprojekt zu Coming-of-Age-Erzählungen, in denen sich Personen in Pflanzen verwandeln. Besonders das Buch City of Trees von Chantal-Fleur Sandton (2024) bietet hierbei ein interessantes Beispiel, über welches sich die beiden näher austauschen.

Webseite: Zéphir Podcast
Spotify

Veranstaltungen des Lehrstuhls (weitere Informationen finden Sie in der Rubrik unten)


11. März 2026
Ökopassionen: Jour Fixe with Victoria Seca, Early-Career Fellow 2025–2026 at Collegium Helevticum

Öffentlicher Jour Fixe des Projekts Ökopassionen


19.–20. März 2026
New Adult Fiction: Interdisziplinäre Perspektiven auf ein populäres Phänomen 

Tagung

Weitere Veranstaltungen
📅
08. März 2026, 11.00 Uhr, Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Von der Stube ins Studio – Bühne frei für die Volksmusik
Expertinnen-Führung 

Am Sonntag, 8. März 2026, führt Alexandra Neukomm (SNF-Forschungssprojekt «Claiming Folklore») durch die Ausstellung «Volksmusik» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz. Mit dem Aufkommen von Fernsehen und Tonstudio verlässt Volksmusik ihre traditionellen Spielorte und erobert neue Bühnen. Der Rundgang spürt diesem Wandel nach und zeigt, wie mediale Verbreitung Klang, Image und Bedeutung dieses Genres nachhaltig verändert hat. Die Führung lädt ein zur Entdeckung spannender Facetten zwischen gelebter Tradition und moderner Inszenierung.

 

Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt – online Reservationen haben Vorrang.

Anmeldung Forum Schwyz
📅
11. März 2026, 14.00 Uhr, Raum tba
Ökopassionen: Jour Fixe with Victoria Seca, Early-Career Fellow 2025–2026 at Collegium Helevticum
Öffentlicher Jour Fixe des Projekts Ökopassionen

Victoria Seca is a sociologist specializing in youth studies and social conflict. Her research explores how young people engage with politics, focusing on climate and far-right youth activism in Argentina. She investigates how their political commitments shape their understandings of democracy and how their practices support, reshape, or challenge democratic life. Her approach combines political sociology and youth studies, drawing on insights from political science, psychology, and democracy studies. 

Victoria will present her research and engage in conversation with us. Everyone is welcome - please let christine.loetscher@uzh.ch know if you would like to attend.

christine.loetscher@uzh.ch
📅
14. März 2026, 11.00 - 17.00 Uhr, For, Teichgässlein 31
Magazine Release: Marble Melodies Fiction Zone 
Magazinausgabe No. 12 Marble Melodies Fiction Zone
Autor*innen: Julia Grillmayr, Eva Kadlec, Numa, MMPO – Miraculous Priscilla Predator Organization
 

Der Magazinrelease findet zeitgleich mit der Finissage von der Ausstellung Priscilla Predator: geboren, leben, sterben von Paul Fritz und Virginie Sistek, in dessen Zusammenhang das Magazin entstanden ist. 

In Marble Melodies Fiction Zone führt Julia Grillmayr hinter die Schwelle einer schillernd-beängstigenden Zone, innerhalb derer ausserirdische Wunderdinge spekulative Möglichkeiten eröffnen und uns „die Welt da draussen“ ganz neu erblicken lassen. Die Frage, was Geschichten mit unseren Herzen machen, ist auch für Eva Kadlec zentrale Herangehensweise ans Fiktionale. Damit durchleuchtet sie den Grimdark, ein populäres Genre und eine spätkapitalistische Illusion, in der gewaltvolle Transgression als revolutionär und Vertrauen immer nur provisorisch gilt. Vielleicht hilft es hier, die Sprache zu wechseln. Denn im Hinhören und Mitsummen können alteritäre Formen emotionaler Wirklichkeiten erprobt und erlebt werden. Numa verspricht mit seinen extraterrestrischen Klängen mehr als einen Soundtrack zur magischen Verwandlung des egozentrischen Astrophysikers Wallace Neyton, die von der diskreten Nichtregierungsorganisation WPPO nachgezeichnet wird. Es ist die Sprache von und nach Supplice, einem wunderschönen Planeten, dessen Geheimnis nicht mit menschlichem Verstand gelüftet werden kann.

Weitere Infos
📅
18. März 2026, 12.00-13.30 Uhr, Online (Open to all)
Redistributive Imaginaries: How are digital platforms shaping meanings and practices of redistribution in Europe's mixed economies of welfare?

Report launch and online seminar

 

Join us for an online seminar to celebrate the launch of the final report from the Redistributive Imaginaries project.

 

Redistributive Imaginaries is a 3 year CHANSE-funded research and knowledge exchange project conducted in Finland, Montenegro, Spain, Switzerland, and the UK. 

 

In Europe’s mixed economies of welfare, redistribution practices are dispersed through civil society. Voluntary organisations involved in the delivery of welfare increasingly rely on digital tools and platforms to raise funds and manage relationships with donors. The project interrogates the systems of meaning that people use to make sense of redistribution and welfare provision. Through platform analysis and ethnographic fieldwork, we have examined emerging practices in the voluntary sector and identified some of the significant ways in which digital platforms are shaping dominant and emerging redistributive imaginaries. 

 

Our report presents:

  • an analysis of the redistributive conjuncture
  • insights into emergent redistributive practices
  • key findings: seven dominant redistributive imaginaries
  • implications for the future of mixed economies of welfare

 

Members of the research team will discuss the project and its implications, followed by discussion with the respondents and the audience.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden sich in der Rubrik News.

Anmeldung und weitere Infos
📅
19. März 2026, 15.15 Uhr, Bühne A des Theater der Künste(Gessnerallee Zürich)
Feminismus am Küchentisch

Vortrag von Gina Dellagiacoma an der Zürcher Spielfilmtagung ZFiction

In meinem Vortrag befasse ich mich mit der filmischen Inszenierung und Gestaltung privater und häuslicher Räume in feministischen Filmen aus der Schweiz (1970–95). Mich interessiert, wie die Filmemacherinnen nicht nur die binäre Raumordnung kritisierten («das Private ist politisch»), sondern auch ein komplexeres Verständnis von geschlechtsspezifischen Räumen schufen. Dabei achte ich besonders darauf, wie Küchen oder Wohnzimmer als potenzielle Räume für feministische Emanzipation und Kollektivität sichtbar werden. Schliesslich blicke ich über die Leinwand hinaus und beschäftige mich mit historischen Quellen, um über die Rolle ‘privater’ Räume wie Küchen und Wohnzimmer in frühen feministisch-filmischen Netzwerken nachzudenken.

Die ZFiction26 trägt den Titel «Building the Mundane. The Ordinary Glamour of Production Design in Film» und findet am 18. und 19. März statt. Eine Veranstaltung des Institute for the Performing Arts and Film in Zusammenarbeit mit der Fachrichtung Film der ZHdK.

Weitere Infos
📅
19.-20. März 2026, KOL-G-217
New Adult Fiction: Interdisziplinäre Perspektiven auf ein populäres Phänomen 
Tagung

Die Tagung New Adult Fiction: Interdisziplinäre Perspektiven auf ein populäres Phänomen widmet sich einem populären literarischen Feld, das gegenwärtig grosse Leser:innenschaften mobilisiert, zugleich aber die Moralwächter des Literaturbetriebs auf den Plan ruft. Die Tagung setzt dem eine differenzierte, interdisziplinäre Perspektive entgegen und fragt danach, wie das Phänomen in Literaturwissenschaft und empirischer Kulturwissenschaft als dynamischer Aushandlungsraum gedacht werden kann, in dem literarische Formen, soziale Konflikte - vor allem rund um Gender und Sexualität – sowie ästhetische Praktiken neu konfiguriert werden. 
Eine Kooperation des ISEK – Populäre Kulturen mit dem Englischen Seminar der UZH. 

Mit Vorträgen von: Carolin Amlinger, Elisabeth Bronfen, Gabriel Egli, Cedric Essi, Linda Fritz, Katharina Gerund, Egecan Güler, Christine Lötscher, Susanne Reichel, Kay Wolfinger, Claudia Sackl, Barbara Straumann und einer Lesung von Gabriella Santos de Lima.
Anmeldung zur Tagung New Adult Fiction 
Programm
News
Projekt
RealTransform
Laila Gutknecht wurde für das Projekt RealTransform zum Themenfeld Ernährung und nachhaltige Entwicklung an der UZH angefragt. Sie vertritt darin gemeinsam mit weiteren Beteiligten den Bereich Wissenschaft. Am 26. Februar fand der erste Kick-off-Workshop in einem transdisziplinären und partizipativen Setting mit Akteur:innen aus vier Anspruchsgruppen (Betrieb/Verwaltung, Wissenschaft, Studierende und Gesellschaft) statt
 
Projekt
Projektabschluss: Redistributive Imaginaries

Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit geht das europäische Forschungsprojekt Redistributive imaginaries. Digitalization, culture, and prosocial contribution zu Ende. Der Abschlussbericht und weitere Materialien finden sich auf der Projekt-Website. Das Projektteam und die EKW/EE-Beteiligten laden herzlich zur Online-Abschlusspräsentation ein, bei der wir den Bericht vorstellen und mit Gästen diskutieren werden.

Mit besten Grüssen

Moritz Ege (Zürich), Čarna Brković (Mainz), Milana Čergić (Mainz), Kathrin Ottovay (Zürich)

 

Das Projektteam mit Beteiligung aus Zürich, Mainz, London, Barcelona, Lappland u. a. dankt allen Mitwirkenden und Gesprächspartner:innen für die Zusammenarbeit.

 
Citizen-Science-Studie
MAGIE

Märchen als Anhaltspunkte der Gestaltung Individueller Entwicklungsmuster

 

Gestalten Sie mit uns die Märchen von morgen!

MAGIE ist eine Citizen-Science-Studie, in der interessierte Bürger:innen, Pädagog:innen und Kulturschaffende Märchen gemeinsam modernisieren – und wir wissenschaftlich untersuchen, wie sich das auf die Entwicklung von Kindern (4-8 J.) auswirkt.

Märchen prägen seit Jahrhunderten kulturelle Werte und kindliche Entwicklung. Viele klassische Fassungen spiegeln jedoch Rollenbilder und Botschaften wider, die heutigen Vorstellungen von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion nicht mehr entsprechen. Unser Projekt erprobt die partizipative Entwicklung neuer Märchen-Adaptionen und untersucht deren Wirkung auf Sprache, Emotionen, Sozialverhalten von Kindern sowie auf Eltern-Kind-Beziehungen.

Reflektieren Sie gerne über heutige Verhältnisse in Text und Bild? Möchten Sie sich aktiv in einem interdisziplinären Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Kulturwissenschaft und Psychologie einbringen, Ihre Ideen und Erfahrungen teilen?

Dann treten Sie unserem Projekt als Citizen Scientist bei und gestalten Sie MAGIE aktiv mit! Im Programm erwarten Sie Inputs, Workshops, Austauschformate, Kreativwerkstätten und gemeinsame Studienplanung.

Weitere Informationen zum Projekt, zur Teilnahme und zu den nächsten Terminen finden Sie auf unserer Webseite.

 
Verein
Verein Alltagsreisen

Wie lebt eine Klosterfrau im Alltag? Wer sind die stillen guten Seelen am HB Zürich? Und wie fühlt es sich an, in der Spitalseelsorge, auf einer Baustelle oder in einer Grossküche zu arbeiten?

Der Verein Alltagsreisen lädt dazu ein, genau solchen Fragen nachzugehen. 

Die Reisen führen nicht in die Ferne, sondern in den Alltag von Menschen im Kanton Zürich. Der Verein ist überzeugt, dass es direkt vor unserer Haustür viele entdeckenswerte Orte und Begegnungen gibt, die neue Perspektiven eröffnen und besondere Erlebnisse ermöglichen. Jede Alltagsreise greift ein soziales Thema auf und führt zu einer oder mehreren Stationen. Dort erzählen und zeigen die Bereisten ihren Alltag.

Zu den kommenden Veranstaltungen: Alltagsreisen Reiseplan

 
Medienbeiträge
Please don’t scroll»: Social Media as Humanitarian Communication in Gaza
Allegralab, 2026, Essay von Laila Gutknecht– Konfrontiert mit Bildern extremer Gewalt aus Gaza fragt dieser Essay, warum Wegsehen keine Option ist und was es bedeutet, digital Zeugnis abzulegen. Er untersucht Social Media als humanitären Kommunikationsraum.
Weiterlesen     →
Local Food. Wertvorstellungen mit Widersprüchen
UZH Magazin. Mahlzeit! Wie wir uns gut ernähren. 4/25, S. 32., 12.2025, Interview mit Laila Gutknecht  –  Was bedeutet «Local Food» wirklich – und warum ist regional nicht automatisch nachhaltig? Laila Gutknecht zeigt, wie widersprüchlich unsere Essensentscheidungen sind und weshalb bewusster Konsum Zeit, Wissen und neue Lösungen braucht.
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Universität Zürich

Institut für Sozialanthropologie und Empirische
Kulturwissenschaft
Populäre Kulturen

Affolternstrasse 56

8050 Zürich


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