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PK-Veranstaltungen im Oktober

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8. Oktober 2025, 18.30 Uhr, UZH, AFL E-015

Buchpräsentation des Berliner Blätter Bandes Kuration als Relation 

Gemeinsame Veranstaltung mit der Thematischen Vorlesung De/Familiarizing  Intimität, Archiv und ästhetische Praktiken  

 

Am Mittwoch stellen Silvy Chakkalakal, Dominik Biewer und Laura Strott den neu erschienenen Berliner Blätter Band Kuratieren als Relation. Ethnographische Erkundungen im Humboldt Labor (Band 90/2025) im Fachkolloquium ISEK-Populäre Kulturen vor. Der Band enthält Beiträge über die ethnographische Forschung von Berliner Masterstudierenden, die während der Corona Pandemie in einem drei-semestrigen Masterstudienprojekt unter Leitung von Silvy Chakkalakal die Planung und Eröffnung der Ausstellung Nach der Natur im Humboldt Labor kollaborativ und engagiert beforscht haben. Der Book Release gibt Einblicke in ethnographisches Forschen in Krisenzeiten und ist ein eindrückliches Zeugnis der Zeit des deutschen Lockdowns, in denen wissenschaftliche und museale Kontexte unter grossem Druck standen. 

 

Das Masterprojekt ist Teil der Forschung der Teilprojekt Öffentlichkeiten und Teilprojekt Reflexion im Sonderforschungsbereich 1512 Intervenierende Künste. 

 

 → Kuratieren als Relation – Ethnographische Erkundungen im Humboldt Labor

Bild: Patricia Purtscher

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15. Oktober 2025, 18.30 Uhr, UZH, AFL E-015 & Olivenhalle

Re-Unite! ALUMNI:AE-Anlass 

mit einem Vortrag von Patricia Purtschert

 

Die EKWS Sektion Zürich und das ISEK – Populäre Kulturen laden zum 8. Alumnae:i-Anlass ein. Der thematische Schwerpunkt des Abends liegt auf den aktuellen medialen, politischen, aber auch fachinternen Debatten über das historisch komplexe Verhältnis zwischen Aktivismus und Akademie. Zu Gast ist Patricia Purtschert, Professorin für Geschlechterforschung und Co-Leiterin des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern. Unter dem Titel «Die Professorinnen sind an der Demo»: Aktivismus und Akademie in den Gender Studies spricht Purtschert über die historischen Gründe für das enge Verhältnis der Gender Studies zu sozialen Bewegungen.

 

Wir freuen uns auf ein spannendes Wiedersehen mit (ehemaligen) Studierenden sowie einen angeregten Austausch mit allen Interessierten! 

 

→ Re-Unite! ALUMNI:AE-Anlass

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20. Oktober 2025, 18.15, UZH, KOL-G-217

Breasts, Blood, and Fangs: The Growing Pains of Carrie’s Sisters

Öffentlicher Vortrag von Patricia Pisters, Professorin für Media Studies in Amsterdam, im Rahmen des BA-Seminars Coming of Age als Horror: Stephen King am ISEK - PK

 

As part of Christine Lötscher's class on Coming of Age as Horror: Stephen King at ISEK - Populäre Kulturen, Patricia Pisters will start out with Brian de Palma's Carrie (1976) and talk about coming-of-age stories seen through the lens of female horror directors that she explored in her book New Blood in Contemporary Cinema. She will zoom in female authored horror stories that address the confusing experiences of coming of age as well as the anxieties and social traumas of ‹being a girl, alone, at night›, exemplified in films by Mary Hannon, Ana Lily Amirpour, Julia Durcournau, Emma Benestan and many others. In all case, human and nonhuman relations that a female authored poetics of horror puts on screen, opens up to a wide spectrum of emotions with its fangs in important bodily, phenomenological and socio-political issues for girls dealing with ‹growing pains›. 

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21. Oktober 2025, 18.30, Kino Xenix, Zürich

Kinovorstellung: John Carpenters Christine (1983) mit einer Einführung von Christine Lötscher

Kooperation des ISEK – Populäre Kulturen mit dem Kino Xenix im Rahmen des BA-Vertiefungsmoduls Coming of Age als Horror: Stephen King

 

«Thanks to a vintage car, teenager Arnie transforms from a high school outcast into a heartthrob. But the car has a life of its own.»

Vor einem einsamen Bauernhaus entdeckt Arnie (Keith Gordon) einen heruntergekommenen 1958er Plymouth Fury und verliebt sich sofort in den Oldtimer. Obwohl ihn sein bester Freund Dennis (John Stockwell) davon abhalten möchte, kauft er das Auto und restauriert es in mühevoller Handarbeit. Mit dem neuen Gefährt scheint sich auch Arnies Persönlichkeit zu verändern. Vom Prügelknaben wird der Jugendliche zum arroganten Aufreisser. Als auch noch ein Mitschüler, der Arnie früher hänselte, spurlos verschwindet, vermutet Dennis den feuerroten Oldtimer dahinter.

 

Wieder greift sich Stephen King ein Versatzstück des American Dream heraus und blickt in unerwartete Abgründe. Dieses Mal ist es der Traum vom ersten Auto. King spitzt es in seiner Vorlage so zu, dass Arnie und der Oldtimer eins werden – mit brutalen Konsequenzen. Regisseur John Carpenter macht daraus einen atmosphärischen Film, der genussvoll und mit morbider Lust in die US-amerikanische Kultur der Siebzigerjahre eintaucht.

Warum der Film eine ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte erzählt, veranschaulicht die Kulturwissenschaftlerin Christine Lötscher in einer kurzen Einführung.

 

 → Kino Xenix

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22. Oktober 2025, 18.30, UZH, AFL E-015

Zürich auf Drogen: 30 Jahre Letten-Räumung

Gespräch mit dem Historiker Peter-Paul Bänziger (Die Schweiz auf Drogen) und der Filmwissenschaftlerin Julia Zutavern

 

Drei Jahrzehnte nach der Räumung der offenen Drogenszene in Zürich sprechen wir mit dem Historiker Peter-Paul Bänziger (Die Schweiz auf Drogen, 2022) und der Filmwissenschaftlerin Julia Zutavern über die damals in Gang gesetzten politischen und gesellschaftlichen Prozesse.

Wir fragen nach Konstanten und Brüchen im Drogendiskurs und nach den wandernden Bildern und zirkulierenden Narrativen, etwa in der Bezeichnung von Platzspitz/Letten als ‹Zürichs Trauma›. In welcher Beziehung stehen sie zu sozialen, gesundheitspolitischen und (gegen-)kulturellen Antworten auf Drogengebrauch?  Wie werden sie in Politiken für und gegen Versicherheitlichung mobilisiert?

 

Zum Einstieg wird Peter-Paul Bänziger über den von seinem Bruder Chris Bänziger und der Fotografin Gertrud Vogler veröffentlichten Band Nur saubergekämmt sind wir frei. Text und Fotos zu Drogenszene und -politik in Zürich (1990) reflektieren. Hier schliessen sich nicht zuletzt Fragen nach Repräsentation und Bildpolitiken an, die auch jede Forschungspraxis begleiten, und die Julia Zutavern mit Blick auf das Filmische vertiefen wird.

 

 → Zürich auf Drogen: 30 Jahre Letten-Räumung

Bild: Vogler, Gertrud: Zürich/F 5107-Na-15-104-006

Bild: Vera Zatti, Projekt Aufklärungskoffer

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29. Oktober 2025, 18.30, UZH, AFL E-015

Landesmuseum – Frische Geschichten für alte Sammlungen

Präsentation MA Studienprojekt

 

Studierende des Masterstudiengangs Empirische Kulturwissenschaft präsentieren ihre Arbeiten aus dem zweisemestrigen Studienprojekt, das sich auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Aktualisierung alter Sammlungen begeben hat. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalmuseum haben sich die sieben Teilnehmenden der Sammlung Technologie und Brauchtum (Leitung Dr. Erika Hebeisen) angenähert.

Neben einem Überblick über Fragen und Zugänge bietet die Präsentation Einblicke in ausgewählte Teilprojekte und stellt ihre Formate und Methoden der Auseinandersetzung vor – klassische ebenso wie experimentelle und über die Sammlung hinausführende.

 

Im Anschluss stossen wir bei einem kleinen Apéro auf das Projekt an.

 

 → Landesmuseum – Frische Geschichten für alte Sammlungen

Weitere Veranstaltungen

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7. Oktober 2025, 16.00, UZH, AND-3-46

Campus Oerlikon Lecture Series HS 2025: Transformations and Transitions 

 

All areas of life are affected by transformations and transitions - family, work, education, health, politics, media. The lecture series aims to explore the various ways in which transformations and transitions in our society, economy, culture, politics, and space take part as well as the challenges and opportunities that it presents for individuals, communities, and institutions.

 

Am 7. Oktober finden Vorträge von Olivia Frigo-Charles (ISEK – Populäre Kulturen), Phuong Nguyen (ISEK – Ethnologie), Dr. Laura E. Meine (Psychologisches Institut) und Prof. Dr. Ana Costa-Ramon (Volkswirtschaftliches Institut & Jacobs Center for Productive Youth Development) statt. Olivia Frigo-Charles macht eine Präsentation zu ihrer Dissertation mit dem Titel: Community in Transition: Crisis and Resilience in a Welsh Deindustrialised Village.

 

Der Campusrat lädt im Anschluss zu einem Empfang ein. Das detaillierte Programm ist hier zu finden:   

→ Lecture Series Campus Oerlikon

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23. Oktober 2025, 18:00 Uhr, Biblioteca Popolare Ascona

Wie Wölfe die Schweiz bewegen. Einblicke in eine kulturanthropologische Dissertation zu Mensch-Wolf-
Beziehungen

Vortrag von Dr. Nikolaus Heinzer beim Verein gemeinsam denken

 

Nikolaus Heinzer beleuchtet in seinem Vortrag Wie Wölfe die Schweiz bewegen die Rückkehr und Ausbreitung der Wölfe aus kulturwissenschaftlicher Perspektive als gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Prozess. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Wahrnehmungen und Umgangsweisen mit den Grossraubtieren ausgehandelt, sondern auch soziopolitische Beziehungen zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen sowie die Rolle der Alpenregion und Natur in der Schweiz. Diskussionen um Wölfe berühren Themen wie Tradition, Selbst- und Fremdbestimmung, Stadt-Land-Relationen und Zukunftsfragen. 

Nikolaus Heinzer stützt sich auf eine mehrjährige ethnografische Forschung. Er gibt Einblicke in das Schweizer Wolfsmanagement und zeigt verschiedene Deutungsweisen und Praktiken auf. Der Vortrag verdeutlicht, wie die Rückkehr der Wölfe tiefgreifende gesellschaftliche Prozesse auslöst und komplexe Debatten über Mensch-Umwelt-Beziehungen anregt.

Da die Anzahl Sitzplätze in der Bibliothek beschränkt ist, wird um eine Anmeldung gebeten: mura.sa@bluewin.ch / tel. 079 259 62 69

 

 → gemeinsamdenken

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23.-24. Oktober 2025, 11.00 Uhr, Universität Potdsam

Queer Kinship Objects: A Kin-Aesthetic Ethnography of the Kreatywne Stany Chorobowe Exhibitions

Lecture by Todd Sekuler as part of the International conference, Potential Solidarities. (Popular) Cultural Alliances and Political Engagements with and within East-Central Europe

 

The Potential Solidarities symposium aims at critical and multidisciplinary reflection on the forms of solidarity in and with East-Central Europe from the 1980s until now with a special focus on its (pop) cultural manifestations and formulations. We propose to consider East-Central Europe as a specific laboratory of solidarity that allows us to think about it as a still-valuable critical and political concept. We want to pay attention to East- Central Europe as a burgeoning site of creative forms of social togetherness and inquire how culture, including its popular forms, may be considered a platform for international, intercultural, intergender, interclass, and interethnic alliances. Drawing on queer theory, Sekuler’s talk explores the role of objects in creating relational dynamics infused with affective, aesthetic, and political meaning. The Kreatywne Stany Chorobowe: AIDS, HIV, RAK exhibition, uniquely relating the activism and arts from HIV, AIDS and breast cancer in Poland and abroad, will be used to illustrate the potential of this method for exploring how objects can foster care and solidarity, reconfigure kinship, and open up into diverse modes of relational and shared custodianship.

 

Part of the Panel: 11:00–13:15 POTENTIAL KINSHIPS

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24. Oktober 2025, 18:15 Uhr, ETH Zürich, HG F 30 Audimax

Steuerungsfantasien. Science Fiction im Anthropozän

Science Fiction Lecture 2025: Prof. Dr. Eva Horn, Universität Wien

 

Science Fiction wird oft mit Technikphantasien und sozialen Dystopien in Verbindung gebracht. Aber die planetarische Perspektive, die das Anthropozän fordert, muss von der fundamentalen Einsicht ausgehen, dass die Erde ein selbstregulierendes System ist. Damit stellt sich nicht nur die Frage, wie Erdsystem literarisch darstellbar gemacht werden kann, sondern auch, welches der Ort und die Rolle des Menschen darin sein kann. Der Vortrag wird einige literarische Modellierungen dieser Frage vorstellen.

 

Organisation: Andreas Kilcher (ETH), Christine Lötscher (UZH, ISEK PK), Sarah Lohmann (ETH)

→ Science Fiction Lecture 2025

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24. Oktober 2025, 14:00-18:00 Uhr, AFL E-020

Multispecies Storytelling

2. Workshop des Swiss Literary PhD Network DocNetCH

 

DocNetCH ist ein neugegründetes schweizweites selbstorganisiertes Netzwerk für Doktorand:innen, die sich mit Literaturanalyse befassen. Unser Ziel ist es, einen Ort für das Austauschen von Ideen, das Aufbauen eines breiteren Unterstützungssystems und das Kennenlernen von Kolleg:innen mit ähnlichen Projekten und Interessen auch ausserhalb unserer eigenen Universitäten zu schaffen. Mehr Infos zum Netzwerk gibt es hier.

 

Als Teil des vierköpfigen Vorstandes organisieren Jacqueline Heinzelmann und Claudia Sackl den zweiten Workshop von DocNetCH, der sich mit mehr-als-menschlichem Erzählen und Ästhetiken des Anthropozäns beschäftigen wird: Neben einem interaktiven Workshop mit der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Julia Grillmayr (Kunstuniversität Linz) diskutieren wir über die Herausforderungen für Literatur und Kunst im Anthropozän – und natürlich über unsere eigenen PhD-Projekte. Zum detaillierten Programm geht es hier.

Sprache: Englisch.

 

Willkommen sind alle, die in der Schweiz doktorieren und sich in ihrem PhD-Projekt in irgendeiner Weise mit Literatur beschäftigen – unabhängig von dessen disziplinärer und sprachlicher Verortung.

 

 → Anmeldung zum Workshop unter jacqueline.heinzelmann2@uzh.ch.

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27. Okober 2025

Welttag des audiovisuellen Erbes

 

Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Welttags des audiovisuellen Kulturerbes koordiniert Memoriav die nationale Kommunikation zur Wertschätzung dieses Kulturguts. Zahlreiche Veranstaltungen und Online-Präsentationen finden in der ganzen Schweiz statt.

Das Forschungsprojekt Claiming Folklore ist mit einer (virtuellen) Vitrine unter den Veranstaltungen vertreten.

 

 → Memoriav Welttag des audiovisuellen Erbes

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28. Okober 2025, 17.00 Uhr, UB Kommunikationswissenschaft 

Textilatelier ...in der Bibliothek

Veranstaltung der Universitätsbibliothek


Du würdest eigentlich gern mal was Textiles machen, weisst aber nicht wie?
An unseren drei Textilatelier-Abenden kannst du in 3 Stunden ein einfaches Projekt umsetzen. Unsere drei Textilexpertinnen begleiten dich dabei und geben dir Tipps. 

28.10.: Stricken

18.11.: Nähen

9.12.: Häkeln

Nähmaschinen und Material stellen wir für dich bereit. Sowie auch Kaffee und Snacks 😋 Bring deine Freund:innen mit und auf gehts! Weitere Infos und Infos zur Anmeldung finden sich auf der Webseite.


 → Veranstaltungen UB

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30. Okober 2025, 18.30 Uhr, Stattkino Luzern

Risiko Halbierungsinitiative: Was steht für das Schweizer Filmschaffen auf dem Spiel?

Werkschau film.lokal mit einer Diskussionsrunde zu den Auswirkungen der Halbierungsinitiative auf das Schweizer Filmschaffen


Dokumentarfilme, Spielfilme, Animationsfilme, 35-mm-Projektion, Kurzfilme und Serien: Die SRG ist – neben dem Bundesamt für Kultur und der regionalen Filmförderung – die zentrale Förderin des Schweizer Filmschaffens. Die geplante Halbierungsinitiative bedroht die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Medienangebots in der Schweiz erheblich. Welche Folgen hätte die Annahme dieser Volksinitiative konkret für die Filmschaffen? Gina Dellagiacoma diskutiert mit Branchenexpert:innen, Filmschaffenden und Vertreter:innen der SRG über die Bedeutung und Herausforderungen der Filmförderung. Die dreitägige Werkschau film.lokal präsentiert zum 85. Geburtstag von Fredi M. Murer einen Spezialfokus auf sein Werk sowie diverse Kurzfilmblöcke mit neuen Zentralschweizer Filmen und ein Rahmenprogramm.


Moderation: Gina Dellagiacoma

→ Stattkino Luzern

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30.10.25 15.00 Uhr – 31.10.25 23.00 Uhr, Cabaret Voltaire, Zürich

ZKK-SYMPOSION: STRANGER THAN FICTION

Kollektive Eibildungskraft und Politische Fantasmen

mit Silvy Chakkalakal und Moritz Ege; co-kuratiert von Christine Lötscher

 

In den gegenwärtigen Culture Wars wird nicht nur um Argumente gerungen, sondern auch um die politische Einbildungskraft. Es kursieren fantastische Erzählungen im Alltag – Deep State, Kathedrale, Chemtrails, Reptiloide, Wettermaschinen, hohle Erde –, die sich auf den ersten Blick kaum von literarischer Science-Fiction und Fantasy unterscheiden und dennoch einen Anspruch auf Wahrheit und Realismus erheben. In der Regel werden solche Erzählungen zu Verschwörungsnarrativen gezählt. Seltener wird jedoch gefragt, was diese Alltagsfantastik über das politische und soziale Imaginäre preisgibt und welche kulturellen und religiösen Ansprüche und Ängste auf diese Weise fortgeschrieben werden. Was sagen die kursierenden Trugbilder und Hirngespinste über politische Vorstellungen aus?

 

Gleichzeitig wird die Einbildungskraft als menschliches Vermögen, als Hoffnung, als Ausweg, als Voraussetzung für alternative Zukunftsentwürfe regelrecht angerufen.

Das Symposion will diese gegenwärtige Inanspruchnahme der Einbildungskraft für ganz unterschiedliche Zwecke kritisch befragen. Welche Begriffe der Einbildungskraft kursieren und welches Wissen über Einbildungskraft wird jeweils vermittelt? 
Inwiefern reproduzieren die Kulturkämpfe eine Vorstellung von Einbildungskraft, die die Diskussion seit der Antike prägt, indem von einer kranken und trügerischen auf der einen Seite und einer schöpferischen Einbildungskraft auf der anderen Seite ausgegangen wird?

Das Symposion ist öffentlich, die Teilnahme ist frei. Um besser planen zu können, bitten wir darum, sich hier zu registrieren. 

 

→ Zentrum Künste und Kulturtheorie

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Um über bevorstehende Veranstaltungen informiert zu bleiben und einen Ausblick auf die Termine im November und Dezember zu erhalten, empfehlen wir, regelmässig die UZH-Agenda für interne Veranstaltungen sowie unsere Social-Media-Kanäle auf LinkedIn und Instagram zu konsultieren. Ausserdem lohnt es sich, regelmässig einen Blick auf die Veranstaltungen der Universitätsbibliothek zu werfen.

 

 

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Lehrstuhl-Vitrine:

Prof. Dr. Silvy Chakkalakal

Lehrstuhl für Populäre Literaturen und Medien

In der aktuellen Lehrstuhl-Vitrine steht der Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal im Mittelpunkt. Präsentiert werden aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen, Mitarbeitende sowie laufende Dissertationsprojekte.

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Neuer Forschungsschwerpunkt am ISEK-Populäre Kulturen

Im Sommer 2023 hat Prof. Dr. Silvy Chakkalakal den Lehrstuhl für Populäre Literaturen und Medien übernommen und mit Lucia Dénes, Gina Dellagiacoma und Todd Sekuler den Forschungsschwerpunkt Intimität, Archiv und ästhetische Praktiken formuliert. 

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Thematischen Vorlesung De/Familiarizing

Wir laden herzlich zu der Thematischen Vorlesung De/Familiarizing ein, in der wir aktuelle Forschungen aus unserem Lehrstuhl-Forschungsschwerpunkt Intimität, Archiv und ästhetische Praktiken vorstellen. Wir folgen dabei dem kulturwissenschaftlich-dialektischen Vorgehen von vertraut- und fremd-machen und werden unsere Forschungen mit Expert:innen aus dem Feld besprechen. 

 

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Temporal Frictions and Nostalgic Intimacies

Panel Temporal Frictions and Nostalgic Intimacies auf der 19. Arbeitstagung der Kommission für Geschlechterforschung und Queere Anthropologie der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) mit dem Titel Friction. Kulturanthropologische und geschlechtertheoretische Perspektiven auf Reibungen, 19.-21.6.2025:

  • Chronopolitiken des Verlorenen. Melancholie und Nostalgie im bewegten Archiv, Silvy Chakkalakal  
  • Screening Feminist Pasts – Imagining Feminist Futures, Gina Dellagiacoma
  • United in Nostalgia: An Elegy that Kills? Todd Sekuler  
  • Performing Memory – Queering Nostalgia? Lucia Dénes  
  • Architectures of Loss: Queer Memory and the Afterlives of New York’s Piers, Dennis Ohm (Montreal) 

Ein Special Issue mit einem weiteren Beitrag von Gabriele Dietze ist derzeit in Planung. 

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Candoc-Stipendium für Jenny Oliveira Caldas

Jenny Oliveira Caldas hat sich erfolgreich auf ein Candoc-Stipendium beworben und beginnt 2026 ihre Promotionsarbeit mit dem Titel Körper als Archiv. Schwarze Migrationsgeschichte im diasporischen Familienarchiv am Lehrstuhl von Silvy Chakkalakal und bei Prof. Dr. Tahani Nadim (Ruhr-Universität Bochum). 

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Gina Dellagiacoma  
Dissertationsprojekt: Feministische Filme in der Zeit der Neuen Frauenbewegung (1968-95)

In ihrem Dissertationsprojekt untersucht Gina Dellagiacoma feministische Filme in der Zeit der Neuen Frauenbewegung in der Schweiz (1968-95) als Kulturpraxis, durch die zeitgenössische Ordnungen kritisiert, aufgebrochen, angeeignet und re-imaginiert wurden. Das Projekt ist Teil des am Collegium Helveticum angesiedelten Doktoratsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken der ETH, Universität Zürich, und der ZHdK.  

Gina Dellagiacoma ist seit Oktober 2023 Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal. 

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Lucia Dénes 

Dissertationsprojekt: (Auto-)Biografisches Theater 

Das Dissertationsprojekt erforscht am Beispiel des Schauspielhauses Zürich das Wechselspiel von Theater und (Auto-)Biografie. Im Fokus der kulturrelationalen Analyse stehen sowohl die künstlerischen und archivarischen Praktiken des Theaters als auch die damit verbundenen kulturpolitischen Debatten. Die Arbeit versteht (Auto-)Biografie dabei gleichermaßen als künstlerisches Phänomen wie auch als Forschungsperspektive. Untersucht wird zum einen das aktuelle Aufkommen biografischer Theaterstücke. Zum anderen dient die Linse der Lebenserzählung dazu, empirisch zu ergründen, wie auf der Bühne Authentizität, Sprechautorität und affektive Wirkung erzeugt werden. 

Seit Oktober 2023 ist Lucia Dénes Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal. 

 

 

 

 

 

Aktuelles – Gina Dellagiacoma

 

 

 

 

 

Aktuelles – Lucia Dénes 

Vortrag: 

«Ich bin berühmt und ich will es auch bleiben.» Forschungsinterviews zwischen improvisieren und inszenieren

Vortrag im Rahmen des 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW), vom 1. bis 4. Oktober 2025 in Kiel: 

Der Vortrag untersucht vermeintlich improvisierte oder ungeplante Handlungen in Forschungsinterviews mit frühen Schweizer Filmemacher:innen wie etwa Zufallsfunden in Privatarchiven. 

 

Medienbeitrag:

Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung

Geschichte der Gegenwart, 21.09.2025. → siehe Medienbeiträge weiter unten

Publikation:

Rezension zu Katharina Schuchardt und Ira Spieker (2024): Performanzen und Praktiken. Kollaborative Formate in Wissenschaft und Kunst. In: Eggmann, Sabine und Konrad Kuhn, Hrsg. 2025. Schweizerisches Archiv für Volkskunde | Archives suisses des traditions populaires. 1. Aufl. Chronos Verlag, S. 110-113, online: Chronos Verlag

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Todd Sekuler

Habilitationsprojekt: Familienerbe in den Nachwirkungen der Shoah: Materielle Spuren jüdischen Lebens in Tarnów (Polen) 

In seinem Habilitationsprojekt untersucht Todd Sekuler die Wirkmacht neu auftauchender visueller Artefakte aus dem jüdischen Leben vor der Shoah in Tarnów (Polen). Beispiele sind die Wanderausstellung Der kalte Blick, die 1942 entstandene anthropometrische Fotografien aus dem Ghetto von Tarnów zeigt, das Kunstwerk Album rodzinny von Kinga Bielec sowie ein kürzlich aufgefundener Familienfilm von Sekulers Ururgroßvater. Diese Archive visualisieren und thematisieren die Nachwirkungen des jüdischen Lebens in einer Stadt vor der Shoah, die einst für ihre lebendige jüdische Gemeinschaft bekannt war. Im Zentrum steht die Frage nach Konzepten von Ethik, die im aktiven Umgang mit solchen visuellen Artefakten entstehen.  

Seit Januar 2024 ist Todd Sekuler Oberassistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Silvy Chakkalakal. 

Aktuelles – Todd Sekuler

 

Exkursion:

Im Frühjahr 2025 leitete Sekuler gemeinsam mit seiner Kollegin Olga Reznikova, eine Exkursion mit Studierenden nach Tarnów, wo sie zusammen mit lokalen Expert:innen und Bewohner:innen die Herstellungskontexte und Ausstellungsräume der untersuchten Artefakte sowie Orte des ehemaligen jüdischen Lebens besuchten.  

Erste Reflexionen zu einigen dieser Materialien präsentierte Sekuler kürzlich im Rahmen einer Plenardiskussion auf der Konferenz der SIEF International Society for Ethnology and Folklore zum Thema Unwriting in Aberdeen (Schottland); diese Überlegungen wurden anschliessend in einem Beitrag für die Online-Zeitschrift Geschichte der Gegenwart weiterentwickelt:  

 

Medienbeitrag:

Sekuler, Todd. Un-Writing und Im-Bild-Bleiben. Umgang mit visuellen Archiven der Gewalt. Geschichte der Gegenwart, 03.08.2025, online: Geschichte der Gegenwart 

 

Vortrag:

14. Januar 2026, Queer Kinship Objects: Towards a Kin-Aesthtic Ethnography im Rahmen des Institutskolloquiums QUEERING PUBLIC – Public Anthropology zwischen Forschung, Aktivismus und Erinnerung des Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Hamburg

 

Publikation und Book Release:

Down by Law wird gemeinsam mit verschiedenen Mitwirkenden am 10.12. 2015 um 19:30 im Literaturhaus Zürich (Limmatquai 62, 8001 Zürich) im Rahmen des ISEK-Fachkolloquiums präsentiert.  

 

CrimScapes Research Group (Hg.). Down By Law. Criminalization, Solidarity and Survival in Europe. New York: PM Press, 2025. PM Press

→ Beitrag im Band:

  • Bas Backer, J. & Sekuler, T. 2025. Think Happy Thoughts.  

 

Publikation:

Faust, Friederike; Klara Nagel, Alik Mazukatow, Todd Sekuler (Hg.). Queer-ethnografische Potenziale. Fragile Intimität, radikale Reflexivität, gestörte Repräsentation. Budrich 2026. Queer-ethnografische Potenziale

→ Beiträge im Band:  

  • Chakkalakal, S. 2026. Ethnografische (Auto)Fiktion und der unauflösbare Widerspruch von Immersion und Distanz.  
  • Mazukatow, A., Nagel, K. & Sekuler, T. 2026. Anderswohin denken. Eine Einleitung zu den Potenzialen queerer Ethnografie.  
  • Sekuler, T. 2026. Queer Kinship and the Mentor-Mentee Relationship. 
 
 
 
 

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News

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Early Career Award 2026

Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften hat die Ausschreibung für den Early Career Award 2026 eröffnet!
Mit diesem Preis werden jedes Jahr Nachwuchsforscher:innen ausgezeichnet, die sich in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden und kürzlich einen herausragenden wissenschaftlichen Artikel in den Geistes- und Sozialwissenschaften veröffentlicht haben. Eingereicht werden können Publikationen, die innerhalb von sechs Jahren nach Abschluss der Promotion erschienen sind.

 

Die Bewerbung erfolgt online über die Plattform mySAGW. Einsendeschluss ist der 30. November 2025.

Weitere Informationen finden sich hier. → SAGW

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DGEKW-Kongress 2025

Überraschung, Zufall, Kontingenz: Zum Unbestimmten in Gesellschaft und Wissenschaft – unter diesem Titel fand vom 1. bis 4. Oktober 2025 an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel der 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft statt.

Rund einhundert Beiträge widmeten sich der Frage, welche Rolle das Unbestimmte in Wissenschaft und Gesellschaft spielt. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf alltagskulturelle Handlungsfelder – etwa Haushalt, Migration oder Versicherungswesen – als auch auf kulturwissenschaftliche Forschungsprozesse, wie Materialerhebung, Datenverwaltung und Felderfahrung.

 

Das ISEK- Populäre Kulturen war mit Beiträgen von Olivia Frigo-Charles, Dr. Olga Reznikova, Prof. Dr. Moritz Ege, Dr. Valerie Keller, Gina Dellagiacoma, Prof. Dr. Silvy Chakkalakal und PD Dr. Dr. Malte Völk vertreten.

→ DGEKW Kongress 2025

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Veranstaltungshinweis und Crowdfunding: Die Roten Kulturtage

Vom 30. Oktober bis 9. November verwandelt sich Zürich in einen Raum für klassenkämpferische Kunst und Kultur. Die Roten Kulturtage, organisiert von einem ehemaligen Studenten, vereinen Theater, Musik, Film, Diskussionen und Sport – und feiern die Vielfalt linker Kultur.

Infos zu den Veranstaltungen und zum Crowdfunding:

→  rote-kulturtage.ch

 

Medienbeiträge

                       Bild: Nikolaus Heinzer

Dr. Nikolaus Heinzer hat einen Beitrag in einer 4-teiligen Podcast-Serie von SRF zum Thema Wolf gemacht. Die Serie beleuchtet die Hintergründe der nach wie vor hitzigen gesellschaftlichen und politischen Debatten rund um die erneute Ausbreitung des Wolfs in der Schweiz. → Der Beitrag von Nikolaus Heinzer ist in der vierten und letzten Folge zu hören: Guter Böser Wolf SRF, 29.09.2025.

 Bild: Nationaler Antikongress in Bern zum Internationalen UNO-Jahr der Frau, Jan. 1975, Bern. Sozialarchiv / Leibundgut, Helga: Bern/F 5110-Fc-002

Vor genau 50 Jahren – im internationalen UNO-Jahr der Frau – war die Abtreibungsfrage eines der grossen Themen in der Schweiz. Feminist:innen nutzten das Medium Film, um für eine Liberalisierung zu mobilisieren. Der Artikel fragt danach, wie Filme eingesetzt wurden, um tabuisierte Erlebnisse in einer breiteren Öffentlichkeit sichtbar zu machen und welche ästhetisch-politischen Strategien dabei zur Anwendung kamen. Beitrag von Gina Dellagiacoma Schweizer Filme über das Recht auf Abtreibung, Geschichte der Gegenwart, 21.09.2025.

Manche Dinge verschwinden, andere bleiben für immer. Was es genau bedeutet, wenn etwas Kultstatus hat und wie es überhaupt dazu kommt. → Interview mit Prof. Dr. Moritz Ege in der Coopzeitung Weekly am 29.9.2025: Alles Kult oder was?

 
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Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich
Alle Rechte vorbehalten

 

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