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So. 04. Mai 2025, 16:00, oxyd – Kunsträume Winterthur
Stings of Affection
Finissage und Filmscreening mit Filmen von Liv Burkhard & Kim da Motta, Marko Mijatovic, Alizé Rose-May Monod, Juli Sando.
Moderiert von Gina Dellagiacoma
Das Betrachten autobiografischer oder autofiktionaler Arbeiten wirft uns oft auf uns selbst zurück: Wer bin ich? Wie hat mich mein familiärer Hintergrund geprägt? Welche Geschichten und Artefakte meiner Vorfahr:innen bewahre ich auf? Und was trage ich – auch ungewollt – mit? Die Arbeiten in der Ausstellung Strings of Affection handeln von den emotionalen Verstrickungen innerhalb der eigenen Familie. Sie erzählen von der Spurensuche der eigenen Biografie, von Zugehörigkeit und Abgrenzung, von Genealogie und Generation, von Fakt und Fiktion.
Nebst den Filmen von Alizé Rose-May und Juli Sando zeigen wir zwei weitere Kurzfilme; und zwar von Marko Mijatovicund Liv Burkhard & Kim da Motta. Burkhard & da Motta nehmen uns mit in die Welt der 90-jährigen Feministin «Erna» und Mijatovic zeigt uns eine traumwandlerische und zugleich bedrückende Spurensuche in einer bosnischen Ortschaft, die nach wie vor stark vom Krieg gezeichnet ist.
→ oxyd – Kunsträume
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Mo. 05. Mai 2025, 12:15-13:45, AFL-E-022
Ananda Jade - Diasporic Visions: Collage-Workshop zu Identität und Landschaft
Kreativer Ausdruck als Widerstand
Diasporische Identitäten sind vielschichtig, fragmentiert – und oft voller Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Ananda Jade, Multimedia Künstlerin und Kunstvermittlerin, leitet einen interaktiven Workshop, in dem wir durch Collage-Techniken visuell erforschen, was ‹Heimat› und Identität bedeuten. Inspiriert von den Theorien bell hooks’ diskutieren wir, wie künstlerische Praktiken als Widerstand gegen hegemoniale Repräsentationen genutzt werden können.
Gastvortrag des Kolloquiums Diversität und Dissonanz: Rassifizierung und postkoloniale Dynamiken. Anmeldung bei serafina.andrew@uzh.ch
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Mi. 07. Mai 2025, 18:30, AFL E-015
Flexible Authoritarianism: Cultivating Ambition and Loyalty In and Through Popular Culture
PK-Kolloquium FS25 Kulturkämpfe: Dr. Anna Schwenck (Siegen)
How does popular culture condition the cultivation of ambition and loyalty under flexible (neoliberal) capitalism? And how does the normalisation of hitherto taboo authoritarian values and practices connect with and show itself in popular culture?
Drawing on ethnographic research in Russia, the talk elucidates how the toleration, acceptance or support of authoritarian values is facilitated by narratives of competition that draw on a differentiation between deserving and undeserving types of people. The discussed examples range from vigilante activism clips and music videos on online platforms to business start-up projects. The talk also reveals how fundamental concepts of cultural sociology can enliven the study of the nexus between popular culture, society and politics.
Anna Schwenck's book of the same name was awarded the Mary Douglas Prize for Best Book in Sociology of Culture (2024) by the American Sociological Association.
→ PK-Kolloquium: Kulturkämpfe
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Die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) in Zürich, 1930
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Mi. 14. Mai 2025, 18:30, AFL E-015
Fabrikgesellschaft. Die Schweizer Maschinenindustrie am Beispiel der Maschinenfabrik Oerlikon 1937–1967
Dr. Andreas Fasel (Zürich)
Die Maschinenindustrie spielte in der Schweiz bis Anfang der 1990er-Jahren eine bedeutende Rolle – heute ist das weitgehend vergessen. An ihren Standorten übten die Fabriken eine durchdringende wirtschaftliche, politische und soziale Hegemonie aus.
In Zürich-Oerlikon stand mit der Maschinenfabrik Oerlikon MFO einer dieser Betriebe. Was spielte sich vor und hinter den Mauern der MFO ab? Waren die Jahre der Hochkonjunktur tatsächlich so reibungslos und befriedet, wie es gerne dargestellt wird? Ein historischer Blick lohnt sich, um mehr über die Arbeit und den Alltag der Arbeiter:innen in dieser Zeit zu erfahren.
Die Präsentation beruht auf dem Buch Fabrikgesellschaft (Zürich 2021), in dem das Innenleben dreier Grossbetriebe der Maschinenindustrie im Siedlungsdreieck Baden–Zürich–Winterthur kritisch untersucht wird. Das Buch spannt für die Zeit zwischen 1937 und 1967 einen Bogen von der Neuzusammensetzung der Fabrikarbeit bis zum Ausbau der betrieblichen Sozial- und Wohnungspolitik.
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Mo.19. Mai 2025, 16:15, KOL-H-312
Reading and Writing in the Age of Social Media. Sally Rooney's «Intermezzo»
Prof. Dr. Christine Lötscher und Prof. Dr. Barbara Straumann
Wie gehen wir mit Texten um, über deren literarische Qualität noch niemand befunden hat? In dieser Ringvorlesung erproben sich Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler in der Lektüre literarischer Neuerscheinungen aus unterschiedlichen Sprachen. Sie verschaffen dabei nicht nur einen Einblick in die vielfältige, doch durchaus profilreiche literarische Produktion des Jahres 2025, sondern zeigen auch auf, wie die Literaturwissenschaft dabei behilflich sein kann, überhaupt unsere Gegenwart zu verstehen.
→ Zentrum für literarische Gegenwart
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Mi. 21. Mai 2025, 20:00, Theater Neumarkt
Culture Wars, Swissminiature?
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Silja Häusermann, Natascha Strobl und Kaspar Surber
In den USA scheint das Culture-War-Rezept aufgegangen zu sein – auf die Attacken auf den gesunde Menschenverstand ‹Woke Mind Virus› und die ‹Kultureliten› folgt ein neuer (KI-)Faschismus. Dagegen muten die Schweizer Kulturkämpfe eher beschaulich an: Anti-Genderstern-Initiative, lauwarme Rasta-Locken, Drag Story Time, Wölfe, Cancel-Culture-Nightmare, Windräder und durchlöcherte Madonna-und-Kind-Bilder. Wehrt sich da der ‹gesunde Menschenverstand› gegen einen überspannten Moralismus des progressiven Lagers? Sind solche Kulturkämpfe nur eine zynische Inszenierung, eine Ablenkung von der ‹echten› Politik? Oder sind sie gerade der Kern einer antiemanzipatorischen ‹Zeitenwende›? Wer nimmt die Culture Wars ernst – und wer muss sie ernst nehmen?
Moderation: Julia Reichert und Prof. Dr. Moritz Ege
Preis: Pay what you can
Eine Zusammenarbeit von Theater Neumarkt und ISEK – Populäre Kulturen.
→ Tickets und weitere Informationen
→ PK-Kolloquium: Kulturkämpfe
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Fr. 23. und Sa. 24 Mai 2025, 16:00-21:00, Zhdk
Glaubst du an soziale Energien
Wind Tunnel Festival 2025
Hörst du den Wind? Wer hört den Wind? Wie erkennt man einen sozialen Wind? Soziale Energie schadet nie… Oder ist sie doch zu anstrengend? Wir suchen nach Resonanzen und sozialen Energien, die uns in Schwingung bringen, den Dialog fördern und die das Potential haben, uns zu verwandeln.
Am 23. und 24. Mai 2025 lädt der Windtunnel Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und das Publikum zum Austausch ein. In öffentlichen Proben verbringen wir Zeit miteinander und suchen nach neuen Einsichten und verbindenden Momenten.
Wir werden uns dem Wind durch Klang, Film, Literatur und Musik nähern, mit Beiträgen von Filipa César, Vaari Claffey, Lizeth Cordoba Adarme & Manuel Yawar Muyuy & Marine Gigandet, Florian Dombois, Julika Gittner, Natis, Helene Romakin, Chemi Rosado Seijo, Todd Sekuler, Elisa Silva, und U5.
Das Wind Tunnel Festival wird umgesetzt von ~tilde.
→ @der_windtunnel
→ Forschungsschwerpunkt Transdisziplinarität Zhdk
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Mo. 26. Mai 2025, 18:15, KOL-G-201 Aula
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Eine Kulturanalyse der Biennale
Antrittsvorlesung Prof. Dr. Silvy Chakkalakal
Prof. Dr. Silvy Chakkalakal ist seit August 2023 Professorin für Populäre Kulturen mit dem Schwerpunkt Populäre Literaturen und Medien am ISEK - Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich.
Nach der Vorlesung wird zum Apéro geladen.
→ Um Anmeldung wird gebeten
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29.-31. Mai 2025, Deutsches Historisches Institut Warschau
Infrastructural Turn. How Materiality Shapes Exhibitions about Difficult Pasts
Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung
Die Konferenz beschäftigt sich mit den unterschiedlichen infrastrukturellen Faktoren, die historische und/oder künstlerische Ausstellungen über schwierige Vergangenheiten prägen und versteht diese Ausstellungen selbst auch als Infrastrukturen kollektiver Erinnerung. Dr. Todd Sekuler wird an der Konferenz Panel 6 Institutional Infrastructures: Transformations and Challenges moderieren.
→ Deutsches Historisches Institut Warschau
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Fr. 30. Mai 2025, 111:30-12:30, Campus Solothurn, Podium
Das Potenzial von Literaturkritik auf Booktok & co.
Kino im Uferbau
Während der Raum für Literaturkritik in traditionellen Medien schrumpft, werden Bücher und das Lesen auf Social Media unter #BookTok, #Bookstagram und #BookTube gefeiert – oft in kurzen buchverliebten Videos mit beträchtlichen (nicht nur) ökonomischen Auswirkungen auf den Literaturbetrieb. Auch wenn populäre Texte – New Adult, Dark Romance, Romantasy – im Zentrum der digitalen Diskussionen stehen, besprechen Bookfluencer:innen zunehmend auch literarische Neuerscheinungen und Klassiker. Sind BookTok & Co. eine ernst zu nehmende Alternative zur klassischen Literaturkritik, und welches Potenzial steckt darin?
Mit: Isabell Otto, Josia Jourdan
Moderation: Claudia Sackl
→ 49. Solothurner Literaturtage
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Associate Fellow im Collegium Helevticum
Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Silvy Chakkalakal ab September 2025 Associate Fellow am Collegium Helveticum sein wird. Die Einladung steht in Verbindung mit der ebenso neu berufenen Early Career-Fellow Dr. Zainabu Jallo und ihrem Projekt The Making of the Infrahuman: Criminal Anthropology and its Objects.
→ Collegium Helveticum
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links: Prof. Dr. Silvy Chakkalakal, rechts: Dr. Zainabu Jallo
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Arbeitskreis Gender, Kinship, Sexuality
Laura Bäumel ist neu Teil des Arbeitskreises Gender, Kinship, Sexuality, der am Frankfurter Institut für Sozialforschung angesiedelt ist. Er setzt sich nicht zuletzt mit der Frage des Zusammenhangs von Gender/Familie und Autoritarismus auseinander, was zentrale Themen ihrer Dissertation sind.
→ Institut für Sozialforschung, Universität Frankfurt
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JuLit - Heft 1/2025
Bücher aus dem Baltikum. Kleine Literaturen mit grosser Wirkung
Mit einem Beitrag von Claudia Sackl
Zu ihrem 50-jährigen Jubiläum erscheint Julit im neuen Design. Die aktuelle Ausgabe lädt ein zu einer Entdeckungsreise ins Baltikum, wo kinderliterarisch wahre Aufbruchsstimmung herrscht. Auch hierzulande beeindrucken Titel aus Estland, Lettland und Litauen mit ihrer Bandbreite an Autor:innen, Bildsprachen und Formaten. Hintergrundinformationen gibt es auch zu Leslie Niemöllers Debüt "Die Gurkentruppe"; Bianca Röber-Suchetzki hat mit ihr über die Entstehungsgeschichte dieser schrägen Tier-WG gesprochen. Claudia Sackl widmet sich unter dem Stichwort „Own Voices“ der Literatur marginalisierter Stimmen. Und Juliane Foth feiert die authentische Verfilmung von Dorit Linkes Fluchtgeschichte „Jenseits der blauen Grenze“; sie erinnert daran, was Menschen auf sich genommen haben, um der DDR-Diktatur zu entkommen.
Claudia Sackl: Literatur marginalisierter Stimmen. Own Voices und differenzierte Perspektiven. In: JuLit 1/2025, S. 33-40.
→ Arbeitskreis Jugendliteratur
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Down by Law: Criminalization, Solidarity, and Survival in Europe
With contributions from Todd Sekuler
Down by Law: Criminalization, Solidarity, and Survival in Europe is a collaborative graphic novel by ethnographers, artists, and activists that starkly and honestly illuminates people’s stories of those whose lives have been shaped by the social and political implications of criminalization across Europe.
The near-total ban on abortion in Poland, new hate speech laws across Europe, a de facto ban of sea rescue in the Mediterranean, and the criminalization of sex work—these trends toward a harsher politics of criminalization, securitization, and threat are spreading throughout the continent. In eight moving, illustrated vignettes, readers encounter everyday people involved in search-and-rescue activism, sex work, internet content moderation, abortion activism, drug use. We set sail with civilians who take action to save the lives of migrants at sea who face increasingly militarized borders, follow the journey of a woman jailed for a bus fare she couldn’t pay, see the impact of state neglect and violence on people who use drugs in Poland, and follow a migrant woman navigating the challenges of sex work policing who finds resilience in her community, and more.
These ethnographic stories not only bring to life alarming insights into criminalization across Europe but the hope and solidarity of everyday people in the face of increasing repression. The criminalized don’t stay put. They adapt, resist, and survive. Their personal stories are rarely seen or heard, until now
CrimScapes Research Group: Down by Law: Criminalization, Solidarity, and Survival in Europe, PM Press, 2025.
→ Book Trailer
→ Available for preorder
Die polnische und deutsche Version wird zu einem späteren Zeitpunkt beim Verlag Galerie der abseitigen Künste erscheinen.
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