Drahtspielzeug aus Afrika: Stiftung für wissenschaftliche Forschung fördert interdisziplinäre Studie am Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Wahre Meister des Modellbaus sind junge Menschen in Afrika, die aus Draht, Kronkorken, Gummisohlen und ähnlichem Material filigrane und komplexe Maschinen wie Autos oder Helikopter entwerfen. In einer interdisziplinären Studie zwischen Ethnologie und Industriedesign wird jetzt am Völkerkundemuseum erstmalig untersucht, welche spezialisierten Fertigkeiten die Hersteller von solchem Drahtspielzeug in ihrer Auseinandersetzung mit innovativen Materialien und den Vorbildern ihrer Modelle angewendet wenn nicht entwickelt haben. Untersuchungsgegenstand ist eine umfassende Sammlung, die in den 1970er Jahren in Burundi zusammengetragen wurde und die am Völkerkundemuseum aufgearbeitet wird. Gefördert wird die Studie nun auch durch die Stiftung für wissenschaftliche Forschung der Universität Zürich. Die Drahtspielzeuge und die Ergebnisse der Studie werden 2016/2017 am Völkerkundemuseum in einer Ausstellung und in einer Publikation der Öffentlichkeit präsentiert.